Richtig trainieren
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Richtig trainieren - Schritt für Schritt zum Laufprofi
von Josef Gebhard

Die besten Tipps für Anfänger:
Wer mit dem Laufen beginnen will, sollte sich zunächst nicht zuviel zumuten.

Nordic-Walking-Boom hin oder her: Laufen bleibt eine der beliebtesten Sportarten. Jeder Zweite läuft zumindest gelegentlich. „Es gibt kaum eine andere Trainingsmöglichkeit, die so einfach und effizient zugleich ist“, sagt Univ.-Prof. Christian Gäbler von der Wiener Uniklinik für Unfallchirurgie. „Schließlich werden dabei 70 Prozent aller Muskeln aktiviert.“ Für alle Einsteiger hat er einige Tipps:
- Check Wer über 30 und schon länger ein Sportmuffel ist, sollte sich zunächst gründlich untersuchen lassen. Dies gilt auch für Jüngere, die bereits Atem- oder Herzprobleme haben. „Es genügt aber meistens eine normale Gesundenuntersuchung“, so der Experte. Übergewichtige sollten mithilfe von Nordic-Walking oder Rad fahren etwas abnehmen, bevor sie laufen, ansonsten drohen Gelenkschäden.
- Schuhe „Teuer ist nicht immer gut“, räumt der Arzt mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Vielmehr geht es darum, dass der Schuh den individuellen Abrolleigenschaften des Fußes angepasst ist. Auskunft darüber gibt eine Laufband-Analyse im Sportfachhandel. Wichtig ist außerdem, dass die Schuhe nicht zu klein sind. „Man sollte sie daher am Nachmittag kaufen, wenn die Füße durch die Belastung des Tages etwas angeschwollen sind.“, rät Gäbler. Wer viel auf Asphalt unterwegs ist, sollte auf genügend Dämpfung achten.
- Sachte starten „Viele Anfänger wollen zu schnell zu viel“, umschreibt der Arzt einen typischen Fehler. Zu Beginn würden aber schon kurze Einheiten reichen. „Im ersten Monat sollten 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz nicht überschritten werden“. Bei Gesunden liegt sie bei 220 minus Alter. Später wird dann langsam das Tempo oder die Laufstrecke gesteigert. Schließlich läuft man mit 60 bis 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Zur Orientierung dient ein Pulsmesser. Man sollte letztendlich drei Mal pro Woche jeweils mindestens 40 Minuten trainieren.
- Dehnen Sollte unbedingt vor, aber auch nach dem Laufen erfolgen. So werden Überlastungsschäden vermieden. Zum Aufwärmen sind lockere Laufübungen anzuraten, etwa fünf bis zehn Minuten seitlich laufen, Hopser- oder Fersenlauf. „Wer hingegen mit Vollgas beginnt, riskiert Muskelzerrungen oder -risse“, warnt der Experte. Vor oder nach dem Laufen sind Aufbauübungen für Bauch- und Rückenmuskeln ratsam.
- Trinken Beim Laufen braucht der Körper mindestens einen Liter Flüssigkeit. Am besten schon vor dem Start einen halben Liter zuführen. Während des Laufens sollte man alle zehn bis 15 Minuten trinken, am besten bereits, bevor man durstig ist. Gäbler empfiehlt isotonische Drinks.

Laufstil
Eine saubere Technik hilft beim Kraftsparen.
Grundsätzlich gilt: Je ökonomischer die Bewegung, desto weniger Kraft muss aufgewendet werden. Je sauberer der Laufstil, desto größer ist auch das Leistungsvermögen.
- Arme Ober- und Unterarm bilden einen rechten Winkel. Die Arme pendeln seitlich, nahe am Körper vorbei. Die Hände sind locker, Handrücken nach außen, die Hände leicht geöffnet. Der Daumen liegt locker auf dem Zeigefinger.
- Oberkörper Ist gerade aufgerichtet. So wird die Wirbelsäule optimal entlastet.
- Hüfte Sie muss bei jedem Laufschritt nach vorne gebracht werden. Wird dies richtig antrainiert, können Überlastungsprobleme vermieden werden.
- Füße Wie ein Sprinter mit Vorfuß-Kontakt zu laufen, kann zu Überbelastung führen, außer man hat sich diesen Laufstil schon in der Jugend angewöhnt. Mittel- und Langstreckenläufer laufen auf der Ferse und stoßen sich über den Fußballen ab.

Laufsport bunert in Dortmund - Der Profi rund ums Laufen

Medisport-Lauf - Institut für Leistungsdiagnostik, Trainingssteuerung, Fitness- und Präventivtraining

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