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Parkhauslauf -Benefizlauf für die Krebstherapie- in Dresden
von Helmut Klauke |
Schon
beim Lesen der Ausschreibung zum Parkhauslauf im Jahr 2006 war mir
klar, den musst du mitlaufen. Zu ungewöhnlich war diese verrückte
Idee in einem Parkhaus einen Marathon zu laufen. Am 04. August 2007
war es dann soweit. Die guten Straßenbahnverbindungen in Dresden
brachten mich schnell zu dem Universitätsklinikum Carl-Gustav
Carus, Parkhaus Fiedlerstraße. Als ich eintraf, lief der 10-Kilometerlauf
und die Läufer sahen nicht wirklich „glücklich“
aus. Nach Abholen der Startunterlagen begann die Erkundung des Parkhauses
bis zum 5. Stock. Die 14,5 Höhenmeter gingen fast gleichmäßig
aufwärts. Oben angekommen konnte man sich kurz über den
herrlichen Ausblick - Elbauen und Elbschlösser - erfreuen,
anschließend ging es abwärts. Unten angekommen führte
ein kurzer waagerechter Weg von der Ausfahrt zur Einfahrt mit dem
Schild "10% Steigung". |
Oh,
oh, was hatte ich mir da ausgesucht. Hier einen Marathon zu laufen,
bedeutete: 47 Runden auf Beton mit 681,5 Höhenmetern (mehr
als der Rennsteig-Marathon) und 470 Kurven im Parkhaus. |
Es
half nichts. Startnummer anheften, Chip (zum Runden zählen)
um den rechten und linken Knöchel, ein Foto für die Ahnengalerie
und los ging es zum Start um 18:00 Uhr mit den Halbmarathonläufern
zusammen. Am Ende meines Marathons wird es dunkel sein, aber im
Moment schien auf der 5. Etage die Sonne, die Temperaturen waren
noch angenehm. |
Das
Rennparkhaus |
Runden-
und Platzanzeige |
Nach
dem Startsignal jagte das Läuferfeld auf die erste Kurve zu.
Selber ließ ich es erst einmal ruhiger angehen und befand
mich nach den ersten 14,5 Höhenmetern am Ende des Feldes. Die
unterhaltsamen Mitläufer liefen in den Altersklassen 60 / 65
/ 70. Die anderen AK setzten schon wenig später zur ersten
Überrundung an. Nach jeder Runde konnten sich die Läufer
auf einer Leinwand die persönlichen Rundenzeiten und Platzierung
anschauen. Als zusätzliches Bonbon wurden bei der Ziellinien-Überquerung
akustisch die gelaufenen Runden angesagt. Am Anfang des Marathons
hatte ich den 17. Platz fest im „Griff“.
Da hat sich Armin Bär ein super Zeit- und Meßsystem zusammengebaut.
Meine „gefühlte“ beste Zeit war zwischen den Runden
20 – 30, es lief und nebenbei habe ich mich auf den 14. Platz
vorgearbeitet. |
Die
HMs haben ihren Lauf beendet, es wurde zunehmend ruhiger im Parkhaus.
Die Musik unterhielt uns bis in die dritte Etage, die Konzentration
lag auf möglichst gleich bleibenden Rundenzeiten. Nach der
24. Runde wurde die 30. und dann die 40. Runde als neues Ziel gesetzt,
während der Sieger sich schon feiern ließ. Irgendwann
bemerkte ich, dass es draußen stockdunkel war. Den Sonnenuntergang
haben wir von der Fünften noch genossen. |
Nur
noch 7…1 Runden, die Gelenke schmerzten beim Kurvenlaufen,
aber trotzdem waren die letzten Runden mit die Schnellsten. Die
Überraschung auf den letzten 200 m vor dem Ziel. Ich hatte
Gunnar Winter (Platz 12) eingeholt, den ich über das ganze
Rennen nicht gesehen habe. Nach einem kurzen Plausch wollten wir
gemeinsam über die Ziellinie laufen, aber die Technik (0,01
min.) trennte uns nach 42,195 Kilometern. Sorry, Gunnar.
Geschafft in 4:22:42 Stunden. Ein ungewöhnlicher Marathon,
der wesentlich mehr Läufer verdient gehabt hätte. Nach
der Soforturkunde gab es für jeden Läufer einen Nudelgutschein
für den Italiener „um die Ecke“ mit vielen netten
Gesprächen.
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TIPP:
Nächstes Jahr findet er wieder statt, der 4. Parkhauslauf,
am ersten Samstag im August. |
von Helmut
Klauke |
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