Rain-Man, ach ne, Berlin-Man
von Markus Peters


Sowie schon im Bericht vom Möhnesee-Triathlon liegt auch dieser Wettkampf schon einige Tage zurück. Hab aber auch hier es nicht eher geschafft, ihn zu verfassen, obwohl ich mich noch an jedes einzelne Detail erinnere, als sei es gestern gewesen.
Sonntag 24.08.08: Es ist 4:45 Uhr in der Früh, der Wecker klingelt.
Aufstehen!
Ein Blick aus dem Hotelfenster, es regnet, na toll! Erst mal Bananen zum Frühstück, ebenso viel trinken, einen Power Bar Riegel und noch 2 Milchschnitten. Die restlichen Sachen packen und dann ab zum Wannsee. Wie das heute wohl mit den Parkplätzen ist? (gestern eine Katastrophe; fast noch ein Ticket bekommen, da im Halteverbot geparkt, da haben ja alle gestanden)
Zwischen 6:00 und 7:30 ist Einchecken der Bikes.
Gegen 6:00 auch am Wannsee eingetroffen. Etwas oberhalb der Wechselzone gab es noch jede Menge richtiger Parkplätze. Gut so. Auf dem Weg dahin erst mal ne Wildschweinfamilie getroffen! Das kann ja lustig werden, wenn es gleich durch den Wald zur Wechselzone geht!
Im Wald verlaufen. Klasse! Noch eine Stunde Zeit, um das Fahrrad in die Zone zu bringen. Dann doch den richtigen Weg gefunden und den Wildschweinen nicht mehr begegnet. Das Einchecken ging recht schnell, übliche Prozedur halt. Helm OK?! Sitzt dieser auch?! Transponder und Startnummer da?! Rad abgestellt und erst mal in die anliegende Jugendherberge. Es hörte nicht auf zu regnen, sollte es an dem Tag auch nicht mehr.
8:00 ist Start. Bin gegen 7:30 zurück zum Bike, das Handtuch, das ich vor Ort über Lauf- und Radschuhe gelegt hatte, war klatsch nass; ebenso war die Wäschewanne mit dem Neo drin schon unter Wasser! Kurz alles etwas getrocknet, wenn das überhaupt möglich war, und dann in den Neo gestiegen. Ab zum Wasser, dies war wärmer als die Luft! Eingeschwommen. Oh, da sitzt der Neo aber nicht richtig! ;-) Zurück ans Ufer, gerichtet. Passt, kann losgehen. Das tat es auch. Ersten Meter, zwei mal einen Abbekommen. Nicht so tragisch. Einfach nur schwimmen. Na super, wieder Orientierung verloren! Weit weg von der 2. Boje. Da erst mal zurückkommen, die auf dem DLRG Boot haben bestimmt auch gedacht, wo will der denn hin. Hatte aber noch jemanden neben mir, der war noch weiter weg.
 
Auf den letzten Metern bin ich sogar noch von den Ersten aus der 2. Startergruppe überholt worden. Wie lange war ich wohl schon unterwegs? Ach, kurz noch zur Erwähnung: Wellengang wie auf der Nordsee!!! (20 Leute sollen wohl aus dem Wasser gezogen worden sein!) Und am Ufer stand, wie passend, ein Schild mit der Aufschrift „Schwimmen verboten“!
 
Endlich aus dem Wasser, konnte ich es kaum glauben, war noch keine Stunde vergangen. Ab aufs Rad. Bin noch ein Stück nach der Wechselzone gelaufen, da es Kopfsteinpflaster rauf ging. Mir war das zu glitschig. Kaum 1 KM unterwegs gab es volle Trinkflaschen, super, warum hab ich mir volle Flaschen mitgenommen?! Na ja, vielleicht nehme ich ja gleich eine. Muss ja noch 3 Mal hier durch (Die Streckenverläufe sind über die Internetseiten einsehbar).

Die Berliner haben gesagt, am Anfang käme ein recht steiler Anstieg. Mmmhhh, hab ich nicht so empfunden. Macht wohl das Sauerland-Höhentraining. Bin in der 2. Radrunde unterwegs, komme gerade wieder in einen Stadtteil, in diesem gibt es kleines feines Kopfsteinpflaster. War schon in der ersten Runde ein Eiertanz.
Bin gerade in dieser Rechtskurve, wo das Pflaster anfängt, will leicht bremsen, hab das Gefühl die Bremsen versagen, ich rutsche weg und fliege gut 4 Meter weit. Mir scheint nichts passiert zu sein. Bin auf die rechte Seite gefallen. War mein Hinterrad weggerutscht?! Mein Sattel war verbogen, die Rechte Armauflage auch. Beides gerichtet. Oh, wohl ein paar Schürfwunden abbekommen, blute etwas, egal, weiter! Mist, die Kette ist ganz runter! Vorne und hinten! Puh, lies sich wieder aufziehen. Habe auf der Strecke noch einige defekte Räder gesehen. Die 2 noch verbleibenden Runden liefen ohne Zwischenfälle. Später werde ich noch erstaunt sein, dass ich die Strecke trotzdem unter 3 Stunden gefahren bin. Zurück in der Nähe der Wechselzone sind wir Radfahrer schon gewarnt worden, dass das Pflaster - diesmal Bergab - super glitschig ist. Alle sind davor abgestiegen. Rad abgestellt und losgelaufen. 4 Runden durch den Wald. Nach der ersten Runde gab es Bändchen. 3 musste ich sammeln. Super war die Versorgung auf der Strecke. 2 Punkte. Die waren auch nötig. Schon auf den ersten Metern merkte ich die Oberschenkel. Krampfgefahr. Doch zu wenig gegessen! Habe, glaub ich, noch nie so viel beim Laufen gegessen! Nach meiner Uhr, war ich nach 5:45 im Ziel. Besser als ich dachte.
 
Happy aber total zerschunden, dann nur noch Sachen gepackt und ins Hotel. Offiziell war ich 5 Stunden und gute 43 Minuten unterwegs. Habe für 2,2 KM Swim gute 51 Minuten gebraucht. Für 90 KM Bike, 2:54. Und für den 20 KM Run, 1:57.

So, dies war der Letzte von drei Triathlons in diesem Jahr. Nächstes Jahr gibt es wohl nur einen.
Einen Großen ;-) --> Den Frankfurt Ironman.

von Markus Peters

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