Ein Sonntag in Dortmunds City
von Frank Pachura

Sonntag, 14. September 2008.
Heute findet in der Dortmunder Innenstadt der Citylauf statt. Ich habe mich für den 10km-Lauf angemeldet, acht Runden auf der neuen 1250m-Strecke. Start und Ziel befinden sich auf dem Friedensplatz. Genauso, wie die Startnummernausgabe und eine kleine Veranstaltungsmesse. Auf dieser Messe habe ich einen kleinen Stand, mit dem ich mein neues Buch "Laufend unterwegs" bekannt machen möchte.

Ich baue meinen Mini-Messestand direkt am Eingang zur Tiefgarage auf und hoffe, dass mich hier viele Läufer wahrnehmen. Ab 11 Uhr morgens bin ich vor Ort und kämpfe den ganzen Tag über mit dem kühlen Wind. Mein Sonnenschirm hält jedoch wacker Stand.

Als die Kinderläufe stattfinden und die ersten Finisher mit ihren Eltern über den Platz schlendern, stutzt ein kleiner Junge beim Blick auf das Titelbild meines Buches. Er schaut sich verwundert die schmutzigen Strongman-Schuhe an, die dort zu sehen sind. Dieser Junge heißt Sebastian und wird der erste Käufer meines neuen Buches. Ganz vielen Dank an Dich und schöne Grüße an deinen Papa, lieber Sebastian.

So stehe ich einige Stunden hier an meinem Stand und verkaufe einige Bücher. Ich muss viel über meine Läufe erzählen. Dabei wundere ich mich, dass so viele Menschen Interesse an meinen Geschichten haben. Darüber freue ich mich sehr.

Gegen 14:40 Uhr plaudere ich mit Elke, die bereits den einen oder anderen Bericht für Laufen-in-Dortmund.de geschrieben hat. Dabei vergesse ich die Zeit und bemerke dann gerade noch zur rechten Zeit, dass unser Startfeld bereits Aufstellung genommen hat.
 
Sebastian, der erste Käufer meines Buches "Laufend unterwegs"
Sebastian,
der erste Käufer meines Buches

Wir sprinten durch die Menschenmassen, erreichen endlich das Startfeld und nur 30 Sekunden später fällt der Startschuss. Glück gehabt.
Ich laufe meine erste Runde ohne auf die Uhr zu sehen und genieße dabei einfach die vielen Zuschauer am Streckenrand. Auf dem Hansaplatz ist das zweite Großevent des heutigen Tages: Das Schlagerfestival des WDR. Hier müssen wir jetzt in jeder Runde vorbei und werden von mehr oder weniger bekannten Schlagerstars weitergetrieben.
So nach und nach drehe ich meine acht Runden. Dabei entdecke ich am Rand mehrere bekannte Laufkollegen, wie zum Beispiel meinen TV-Partner Norbert oder meinen alten Powerfood-Kumpel Michael. Schön, euch mal wieder gesehen zu haben.

Nach gut 49 Minuten habe ich meine achte Runde hinter mir und sprinte ins Ziel. Ich bin dabei nicht sicher, ob hier wirklich jeder genau acht Runden gelaufen ist. Ich höre im Zielbereich Gespräche darüber, das jemand wohl zu früh in den Zielkanal abgebogen ist und jemand anderes eine Runde zu viel gedreht hat. Beim Laufen verliert man schnell den Überblick. Das kenne ich vom Runden drehen im Stadion. Ohne meine Rundenfunktion an meiner Laufuhr würde ich mich dort auch ewig verzählen.

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Ich habe noch einige nette Gespräche mit Mitläufern, während ich langsam aber sicher meine sieben Sachen einpacke. Es war ein schöner, wenn auch ziemlich kalter Tag, ein sehr gut organisierter Lauf und ein Treffpunkt für viele Dortmunder Laufsportler. Im nächsten Jahr erwarte ich gespannt die Jubiläumsveranstaltung: Den 25. Dortmunder Citylauf.

Ich freue mich darauf ...

von Frank Pachura

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