Hitziges
Hamburg
von Markus Peters
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Was
liegt da bloß ein Wochenende vor mir?!
Diese Frage beschlich mich, nach dem wir mit gut einer Stunde Verspätung
am Freitag Morgen Richtung Hamburg aufbrachen.
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OK,
diese Frage hatte ich mir in den letzten 15 Wochen Training immer
wieder gestellt. Irgendwie war ich mit dem Kopf nicht dabei.
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Auf
der Fahrt selber ging es dann mit diesen Gedanken. War auch nicht
schwer. Sonja, als Begleitperson dabei; Jörg und Nicole, beide
aus Neheim, und ich hatten jede Menge Gesprächsstoff. Super
zügig in Hamburg angekommen haben wir uns mit Andi, ebenfalls
Begleitung, und Petra getroffen. Alle Mann ab zur Messe Startunterlagen
holen. Danach nur noch den Folgetag besprechen und noch etwas essen. |
Der
Samstag, das Wetter ließ schon erahnen was da am Sonntag auf
uns zukommt!!! Wie Freitags besprochen, entdeckt jeder für
sich Hamburg und Abends geht es gemeinsam ab zum Pastaessen. So
haben Sonja und ich ab 10 Uhr Morgens Hamburg erkundet. Die einzelnen
Stadteile mit der U und S Bahn erkundet, ein wenig Schoppen und
auf der Elbe rumgeschippert. Super für den Kopf, aber gut für
die Beine? Naja, werd ich ja Sonntag merken. |
5
Uhr früh, Sonntag, 27. April 2008
Die Nacht war kurz, unruhig und leider etwas zu laut im Hotel. Der
Wetterbericht kündigte es an, ca. 20 Grad! Gut, kurze Laufsachen.
Grundversorgung OK?! Pflaster und Creme auf die empfindlichen Stellen,
Gels und Getränkeflaschen gescheckt, ab in die Hotellobby.
7 Uhr geht es los Richtung St. Pauli zum Start. |
Da stehen wir nun, in unserem Startblock alle 4 (Jörg, Nicole,
Petra und ich). Wie werden die nächsten Stunden? Der Startschuß,
halt, es war ja ne Glocke; diese wird Punkt 9 Uhr geläutet
und gut 23000 Läufer setzten sich in Bewegung. Nach gut 6 Minuten
gehen wir 4 auch über die Startmatte.
Ich kann mich schon in den ersten Metern auf der Reeperbahn absetzten.
Wow! Läuft besser als ich dachte. Schon jetzt ist die Kulisse
und meine Umgebung atemberaubend.
Bei KM 5 ist auf einmal wieder Petra hinter mir die mich aber schon
wenige Minuten später schon wieder verläßt. Sie
hatte ne gute Lücke in dem großen Läuferpool gefunden.
Als nächstes hab ich Nicole und Jörg im Nacken auch die
beiden setzten sich durch geschickte Überholmanöver schnell
wider von mir ab. Bloß nicht hinterher, keine Kraft verschenken.
Gute Entscheidung, ich werde die beiden noch im Laufe der nächsten
KM wieder einholen und dann auch hinter mich lassen.
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Die
Landungsbrücken liegen vor mir. Das ist der Hammer, ich glaub
jeder der Hamburg schon gelaufen ist, weiß spätestens
an diesem Punkt, warum dieser Marathon zu den schönsten gehört.
Was eine Stimmung. Nur fliegen ist schöner. Die Zuschauer tragen
einen so heftig über dieses Teilstück!!!
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Es
läuft alles bestens für mich, KM 30 eine Nettozeit von
2:55, super alles ist drin, meine Beine laufen gut, ich fühle
mich klasse, jetzt ist es möglich, meine Traumzeit 3:59 sollte
machbar sein.
Die Wasserstelle kommt, schnell was mitnehmen, immerhin haben schon
einige Thermometer fast 25 Grad angezeigt. Was ist das?! KM 31!
Magenkrämpfe, nein! Leider doch. Das Wasser war zu kalt, es
hat sofort durchgeschlagen. Träume zerplatzen. Am Ende hab
ich leider nicht mehr viel mitbekommen. Weiß zwar noch das
meine Beine die letzten gut 11 KM sauber gelaufen sind, aber mein
Magen und Darm dafür am Ende waren.
Gefinisht mit Netto 4:25. OK, Ziel eines jeden Marathon sollte es
sein, anzukommen. Außerdem weiß ich ja, das Training
war gut und richtig, wenn nicht was Unvorhergesehenes eingetreten
wäre, hätte ich auch meine Zeit gehabt.
Für Petra freut es mich am meisten, sie hatte ihren Lauf und
ist mit 3:52 Netto über die Linie gegangen. Die anderen beiden
sind eine Minute nach mir im Ziel gewesen.
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So
haben wir einen super Marathon in Hamburg erlebt und ich werd jetzt
die nächsten Wochen mich mehr auf Triathlon vorbereiten um
auf andere Gedanken zu kommen ;-) |
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