Frühjahrslauf
im Hoeschpark am 5.4.2008
von Claudia S.
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Ich
hab ja vor, im Mai mal wieder einen Halbmarathon zu finishen, und
da hat es sich in den letzten Jahren bewährt, Anfang April
einen 10er ins Training einzuschieben. Und sei es nur für die
Psyche. Voriges Jahr war das der Frühlingslauf im Volkspark
in Düsseldorf, feines Wetter, schöner Kurs, sehr zu empfehlen.
Aber dieses Jahr erfuhr ich erstmals vom Hoeschparklauf, und da
der praktisch vor der Haustür ist und der Wetterbericht nicht
sooo dolle aussah, sollte der es also sein.
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Das
Wetter wurde im Laufe des Tages immer scheußlicher, aber vorgenommen
ist vorgenommen. Luftlinie sind das von uns keine 3 km, aber die
Verkehrsführung an der Brackeler Straße zwang meinem
treuen Navi (aka
Ehemann) kreative Umwege auf, trotzdem waren wir reichlich früh.
"Hoffentlich gibt es noch Parkplätze". Haha. Das
Sauwetter hatte die Familien der Schülerläufe erfolgreich
vertrieben, es gab jede Menge Parkplätze. Nachmeldung ging
flott.
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Die
Aufteilung des 10er war ebenso seltsam wie unnötig: Bis M40
der erste, ab M45 und alle Frauen im zweiten Lauf. Ist mir lahmer
Ente recht, aber als schnelle Frau würde ich mich ärgern
(als schneller M45 übrigens auch).
Bei 21 Finishern im ersten und 37 im zweiten Lauf hätte ein
Start auch völlig genügt.
Nach der Nachmeldung schritten wir mal die Strecke ab, fröstelnd
unter die schönen großen Schirme vom letzten Mainz-Marathon
gekuschelt.
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Nachfrage bei Streckenposten "Wo ist denn der Start?"
ergaben vage Handbewegungen in diverse Richtungen. So verpassten
wir prompt den Start der schnellen Jungs, nur der Schuss hallte
hörbar über die leeren, nassen Sportplätze.
Der Start erwies sich schließlich als eine bestimmte von mehreren
schon ziemlich durchweichten Kreidelinie, mangels sonstiger Kennzeichnungen
hatten wir sie glatt übersehen.
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Spazieren
gehen, etwas einlaufen, Klo, einlaufen. Beim Einlaufen hole ich
mir schon mal nasse Füße, der Start meiner Gruppe verzögert
sich gut
5 Minuten, MIR IST KALT. Meine Hände sind nur mühsam in
der Lage, den Startknopf der Uhr zu finden, meine Füße
gefühllose Eisklumpen am unteren Ende steifer Beine. So laufe
ich an meiner üblichen Position los: weit hinter dem Feld.
1 kleine, 6 große Runden, hieß es.
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Beim
vorherigen Leute abschätzen sah nur eine Frau so aus, als sei
sie genauso eine lahme Ente wie ich, aber sie bleibt erst mal am
Feld dran.
War wohl ein Fehler, nach ca. 2,5 km laufe ich vorbei, später
ward sie nicht mehr gesehen, wohl aufgegeben.
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Meine
Füße und Hände brauchen fast 3 km zum auftauen,
ab da wird der unvermeidliche Gang durch die meterlange Riesenpfütze
zur angenehmen Abkühlung ;-)
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Pfützenslalom,
Matsch der bis ins Gesicht spritzt, mehr als knöcheltiefes
schlammiges Wasser, eisiger Nieselregen. Hach, als Büromensch
braucht man das gelegentlich, dieses "Ich bin ein Held"-Gefühl.
:-P
Aber ich gebe zu, ein richtiger Strongman, das wäre wohl doch
nichts für mich.
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Irgendwann
ruft wer "Wir sind 2(!) kleine Runden gelaufen!". Hä?
Ich gebe zu, ich neige dazu, voll und ganz Streckenposten, Kreidepfeilen
(in diesem Fall größtenteils weggeregnet), Flatterbändern
und (in diesem Falle überrundenden) Mitläufern zu vertrauen,
mangels eigenen Orientierungssinns. Ich weiß nicht, ob der
Ruf stimmte, aber wenn, dann galt das Problem für Alle. Gezählt
habe ich selber auch nicht, weil beim Zieldurchlauf ein freundlicher
Herr allen ihre verbleibenden Runden zurief. Allerdings, schon in
meiner drittletzten Runde fing die Orga an, die Flatterbänder
abzuräumen, und in der letzten (da war ich zugegebenermaßen
ganz allein) waren sie gänzlich weg, und ich musste meine Streckenerinnerung
bemühen. Ich denke eigentlich, dass ich richtig gelaufen bin,
aber trotzdem zeigte mein gps im Ziel nur 9,7 km.
Was da jetzt nicht stimmte, die zweite Runde, das gps oder die letzte
Strecke, kann ich nicht sagen. Meine Zeit war ein bisschen weniger
schlecht als erwartet.
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Zur
Gesamtorganisation noch ein kurzes Wort: Wäre es ein warmer
Tag gewesen, so hätte ich einen Schluck Wasser als Streckenverpflegung
schon begrüßt. Ansonsten ist es natürlich großartig,
dass sich Leute einen ganzen Tag ins Sauwetter stellen, um einer
Handvoll Läufern so eine Veranstaltung zu ermöglichen.
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Zum
Schluss ein dicker Dank an mein ganz persönliches Strongmännchen,
der tapfer am Streckenrand bis zum Zieleinlauf gefroren hat.
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