|
Mülheimer
Rennbahn-Crosslauf
von Frank Pachura
|
|
23.
November 2008. In Mülheim gibt’s ein Ereignis der
besonderen Art: Ein Crosslauf auf der Galopprennbahn-Raffelberg,
sozusagen Mensch gegen Pferd. Auf vier verschiedenen Distanzen
können sich die Teilnehmer beweisen. Es gibt zwei Kinder-
und Jugendlichenläufe über 1000 bzw. 2000 Meter,
dazu eine Erwachsenenstrecke über 4100 Meter und den
Hauptlauf über 8300 Meter. Für jeden ist die richtige
Streckenlänge dabei.
Es ist ein eigenartiges Gefühl, die Pferderennbahn-Atmosphäre
zu erleben. Überall sieht man Wettbüros, Schalter,
an denen man Toto spielen oder seine Wetteinsätze abgeben
kann. Eine große Tribüne mit vielen Zuschauern
überragt das ganze Gelände. Von hier aus hat man
einen guten Überblick über die ganze Pferderenn-
bzw. Laufstrecke.
|
|
|
Wir
laufen über die Rasenfläche, auf der normalerweise
die Pferderennen stattfinden, wobei Rasenfläche nicht
der passende Ausdruck ist. Es handelt sich mehr um einen total
durchgeweichten, schlammigen Boden, der mit Gras bewachsen
ist. Mit jedem Schritt versinkt man im Boden. Und das soll
ja auch so sein. Schließlich ist das hier ein Crosslauf.
|
| |
|
Die Kinder laufen eine Runde über die Bahn, wir Erwachsenen
vier. Nach jeder Runde verlassen wir kurz die Bahn und laufen
hinter der Tribüne her, an Pferdekoppeln entlang, durch
einen leeren Pferdestall hindurch, dann über einen schlammigen
Weg wieder zurück auf die Bahn und ab in die nächste
Runde. Da alle Läufer ziemlich weit innen laufen, bildet
sich an der Innenbande ein Bereich, der zwar recht festgetreten
und ebener, dafür aber sehr rutschig ist. Ich versuche
immer genau neben diesem Bereich zu laufen. Hier geht es etwas
besser und mir wird langsam die Bedeutung von Cross-Laufschuhen
klar. In meinen normalen Straßentretern rutsche ich
hier ganz schön herum.
|
Am
Ende der vierten Runde müssen wir noch einige hundert
Meter über ein Stück laufen, das aus einem Gemisch
aus Sägemehl und Sand besteht. Für Pferde wohl angenehm,
für Läufer ganz schön schwierig. Drei oder
vier Reihen aus Strohballen müssen noch überwunden
werden und dann ist es geschafft.
|
Ich
bin ganz schön erschöpft, obwohl es nur 8,3 km waren.
Aber ein Crosslauf ist eben etwas ganz anderes. Bei jedem
Schritt besteht Umknickgefahr und das starke Einsinken in
dem weichen Boden kostet richtig Kraft. Das schult die Koordination.
Der Rennbahn-Crosslauf in Mülheim ist ein Lauf der besonderen
Art. Auf jeden Fall meine Empfehlung für das kommende
Jahr.
Ende
November 2009 wird das nächste Rennen ausgetragen: Mensch
gegen Pferd.
von
Frank Pachura
|
|
|
|
|