50 Schleifen in Berghofen
von Frank Pachura

Am Samstag, dem 22. August 2009, startete in einem kleinen Park in Dortmund Berghofen ein ganz besonderes Event: Der 1. Finnbahn Marathon.

Die zwei Endorphinjunkies André und David hatten die Idee, einen außergewöhnlichen Marathon zu veranstalten. Sie fanden mit der neuen Finnbahn in Berghofen den passenden Rahmen dafür. Sie befindet sich auf dem neuen Tunnel der B236 und ist eine in einem Park angelegte Laufstrecke von 850 m Länge, die aus einem Belag von kleinen Holzschnipseln besteht und dadurch sehr lauf- und gelenkfreundlich ist.

Nicht weniger als 50 Runden mussten gelaufen werden, um auf die Marathondistanz zu kommen.

 

 
Und so trafen sich am frühen Samstagmorgen 15 wackere Teilnehmer, die sich dieser Aufgabe stellen wollten; darunter mein Lauffreund Helmut und ich.

Nach einer kurzen Begrüßung von Bezirksbürgermeister Sascha Mader schickte uns David mit einem davon fliegenden Korken aus einer Sektflasche auf die Bahn. Ein besonderer Startschuss.

Es ging los über die zwar gewellte aber doch angenehm zu laufende Strecke. 12 Höhenmeter waren pro Runde zu bewältigen, in 50 Runden also 600 Höhenmeter.


Das artete ganz schön in Arbeit aus. Der Verpflegungspavillon war nach jeder Runde zu erreichen. Die Versorgung mit Getränken und kleinen Häppchen war somit perfekt gegeben.

Sogar eine Duschmöglichkeit wurde uns bei Erreichen der Halbmarathonmarke angeboten. David stand mit einer Flasche Wasser am Streckenrand und duschte uns auf Wunsch ab.

Auch der Toilettenbereich war ein ganz besonderer. Ein Portapotti hinter einem Windfang war mit Klopapierrolle und Bildzeitung ausgestattet.

Es war also alles da, was das Läuferherz glücklich werden ließ.

 

 
Wir spulten nach und nach unsere Runden ab. Da es ein Lauf ohne Zeitmessung mit großem Spaßcharakter sein sollte, fehlten hier die ambitionierten Schnellläufer. Im Gegenteil: Alle Teilnehmer taten sich die Ruhe an und liefen locker und manchmal entspannt plaudernd über die Finnbahn.

Der Erste kam in knapp unter 4 Stunden ins Ziel und kurz danach trudelten auch alle anderen der Reihe nach in den Zielbereich, um sich nach den 50 Runden gehörig zu stärken und die wohlverdiente Finnbahnschleife in grün zu empfangen. Bei der Hitze hatten wir uns das aber auch redlich verdient.


Der Finnbahn Marathon ist eine kleine Veranstaltung, bei der das gute Gelingen durch die Persönlichkeit und Lockerheit der beiden Organisatoren Andre und David gewährleistet wird.

Mit vielen guten Ideen, lockeren Sprüchen und gutem Einfühlungsvermögen haben sie eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Es werden bestimmt demnächst viel mehr Läufer hier in Dortmund Berghofen an den Start gehen.
 

Aber gerade das kleine Startfeld war heute ein Hauptfaktor dafür, dass es für mich ein schöner weil familiärer Marathontag war.

von Frank Pachura


Informationen, Ergebnisse, Fotos und Urkunden auf
www.finnbahnmarathon.de

Noch mehr Fotos auf
www.dortmunder-sportbilder.de

Meine persönliche und ganz ausführliche Geschichte zum Finnbahn Marathon
findet ihr in meinem neuen Werk "Laufend durchs Revier".



Und hier die offizielle Pressemitteilung:

Dortmunds erster Marathon feierte erfolgreiche Premiere!
Veranstalter und Teilnehmer freuen sich bereits auf den 2. Finnbahnmarathon

Pünktlich um 08.30 Uhr schickte Bezirksbürgermeister Sascha Mader am vergangenen Samstag die 15 Teilnehmer/innen auf die ca. 850m lange Runde, der Finnbahn in Dortmund Berghofen.
Sascha Mader: „Ich bedanke mich für die Initiative der beiden Veranstalter und freue mich, dass die Finnbahn so intensiv genutzt und hoffentlich noch bekannter wird.“

Das Organisationsteam David Wilde und André Steinebach bedankten sich bei der Bezirksvertretung und der Stadt Dortmund für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung.

Ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld hatte sich zu Dortmunds Marathonpremiere eingefunden. 50 Runden waren bei strahlendem Sonnenschein zu absolvieren. Selbst Anreisewege aus Frankfurt und Kassel konnten nicht abschrecken.

Als Erster überquerte Hansi Holst vom Team Erdinger Alkoholfrei die Ziellinie in überzeugender Form nach 03:59:15. Die Dortmunderin Natalie Homberger finishte ihren 1. Marathon in respektablen 04:21:00. Der „Endorphinjunkie“ Martin Urlaub feierte sein 11. (Ultra) Marathon Finish im Jahr 2009.

Insgesamt kamen alle Teilnehmer in weniger als fünf Stunden in das Ziel. Die permanente Sonneneinstrahlung, so wie der nicht einfach zu laufende Untergrund machte den 1. FBM zu einem Marathon der anspruchsvollen Kategorie. Ca. vier Liter Flüssigkeit nahm jede/r Teilnehmer/in im Laufe der Veranstaltung zu sich. Das Angebot an der Verpflegungsstation ließ bei den Marathonis keine Wünsche offen.

Nicht nur Teilnehmer Joe Kelbel aus Frankfurt fragte augenzwinkernd: „Alle 850m ein Verpflegungspunkt, wo bekommt man so etwas geboten?“

Die Auszeichnungen, grüne Marathonschleifen, wurden direkt nach den Zieleinläufen überreicht. Mit einer Tombola am Ende der Veranstaltung klang der Marathontag in Berghofen aus.

Stimmen der Veranstalter:
David Wilde: „Vielen Dank an alle Teilnehmer und Helfer des 1. FBM in Dortmund. Ihr habt die Veranstaltung zu etwas ganz besonderem werden lassen!“
André Steinebach: „Nach nur drei Monaten Vorbereitungszeit freut mich der Zuspruch und die positive Resonanz um so mehr. Momentan planen wir schon für den zweiten Finnbahnmarathon und auch weitere Projekte rund um den Laufsport sind in der Vorbereitung.“

 
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1. Finnbahn-Marathon Dortmund

 


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