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Ein
schweißtreibender Tag im Fredenbaum
von Wolfgang Seebacher
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Nach
dem desaströsen Ergebnis vom Mittwoch stand für
Uwe und mich am Samstag, 8.8., der 4. Dortmunder Halbmarathon
im Fredenbaum auf dem Kurszettel. Die beste Ehefrau der Welt
wollte auch mitmachen und gemeinsam mit einer Vereinsfreundin
5 Kilometer walken. Ich beabsichtigte zu fotografieren. Nur
blöd, dass zwischen den beiden Starts eine Zeitdifferenz
von 3 ¾ Stunden lag. Insofern verzichtete ich –
natürlich nach Rücksprache mit besagter Ehefrau
– auf eine Fotosession, zumal es auch zum Zeitpunkt
der Abfahrt stark zu regnen begann. |
Ich
verabredete mich mit Uwe; wir wollten gegen 15:00 Uhr vor
Ort sein, um noch den 10er-Lauf mitzuerleben. Leider konnten
wir sonst niemanden aus unserem Verein bewegen, mitzulaufen.
Wir erreichten auch pünktlich das Veranstaltungsgelände
und trafen auf zwei zufriedene Walkerinnen, die mit ansehnlichen
Zeiten aufwarten konnten.
Im Übrigen war es sehr feucht und sehr schwül, was
uns veranlasste, nur das Nötigste anzuziehen.
Uwe und ich bereiteten uns wie immer gewissenhaft vor, nicht
ohne uns im Trikot unseres Sponsors zu präsentieren.
Den Uwe, nein, nicht den rechts, den anderen wird’s
freuen.
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Nach
Gesprächen mit zahlreichen Bekannten aus der Laufszene
und einem besonderen Hallo mit Frank, unserem Webmaster, der
10 Kilometer lief, startete eine bedeutende Persönlichkeit
pünktlich den Lauf und schickte ca. 190 LäuferInnen
auf einen Kurs, der viermal zu durchlaufen war. Uwe startete
zwar mit mir gemeinsam, aber das war’s auch schon. Ich
sah ihn noch kurz und dann lief er sein Rennen.
Ich ließ mich von dem allgemeinen Gewusel am Start nicht
irritieren und versuchte, gleich am Anfang das mir gefällige
Tempo zu finden. Das gelang mir auch ganz gut, und ich pendelte
mich in einem 5er-Schnitt ein. |
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Erstaunlicherweise
bekam ich mit zunehmender Laufdistanz keine Atemprobleme,
so dass ich das Ursprungstempo halten konnte. Ich verschwendete
keinen Gedanken an das versemmelte Intervalltraining vom vergangenen
Mittwoch. Im Park hielten sich zahlreiche Besucher auf, die
nicht unbedingt wegen des Laufes anwesend waren, sich uns
gegenüber aber sehr rücksichtsvoll zeigten.
Leicht frustrierend ist es für mich
zumindest, dreimal in der Nähe des Ziels vorbeizulaufen;
ich habe auch gar nicht hingeschaut.
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Jep,
so ging es Kilometer für Kilometer, Runde für
Runde. Jeder Kilometer war markiert, ich zweifelte jedoch
manchmal, ob die Abstände wirklich stimmten, denn meine
High-Tec-Super-Uhr mit GPS zeigte eine ganz andere Distanz
an. Naja, wir liefen größtenteils durch Wald
oder Ansiedlungen von Bäumen und ich glaube, dass das
GPS-Signal nicht immer einwandfrei empfangen wurde. Und
die Strecke ist lt. Ausschreibung vermessen.
Nach
1:46 erreichte ich das Ziel, glücklich und zufrieden,
die Schmach vom Mittwoch war getilgt.
Im
Ziel traf ich Uwe, der mit 1:33 wieder eine Superleistung
bot, und das bei Saunatemperaturen. Damit wurde er fünfter
in seiner Altersklasse.
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Noch
glücklicher war ich, als ich mich auf der Ergebnisliste
als zweiten meiner Altersklasse fand. Neben der Urkunde gab’s
noch ein Six-Pack Dortmunder. Wohl bekomms.
Ich fand, es handelt sich bei diesem Lauf, der sich nun in
der Dortmunder Laufszene etabliert hat, dank seines Erfinders
und Leiters Gerhard Niemeyer um eine gelungene und runde Sache.
Ich nehme gern daran teil.
Vielleicht gelingt es dem Veranstalter ja, mal eine Meisterschaft
in den Fredenbaum zu holen. Verdient hätte es der Lauf.
von Wolfgang Seebacher |
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