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Mein
erster "Hermann"
von Sascha Rother |
Vor
einem Jahr fing ich mit dem Laufen an. Da mein Vater schon
seit über zehn Jahren in der Laufgemeinschaft Oerlinghausen
ist, bin ich auf den Anfängerkurs aufmerksam geworden.
Dieser Anfängerkurs beginnt jedes Jahr im Frühjahr
und läuft 12 Wochen lang. Das Ziel dieses Kurses ist,
eine Stunde am Stück laufen zu können. Diesen Kurs
habe ich erfolgreich mitgemacht und mich danach in der LG
Oerlinghausen angemeldet. Im Sommer begann ich, erste Wettkämpfe
mitzumachen, meist über 10 km. Zusätzlich begann
ich, meine Ernährung umzustellen, und verlor dadurch
einiges an Gewicht. Dadurch fiel mir das Laufen noch leichter
und ich entdeckte eine neue Leidenschaft. |
Ich
beschloss, mich für den Hermannslauf anzumelden. Im November
hat ein Läufer ein spezielles Trainingsprogramm für
den Hermannslauf angeboten, an dem ich teilgenommen habe.
Zusätzlich habe ich auch alleine trainiert.
Vor dem Lauf war ich sehr aufgeregt. Da ich Angst hatte, in
der Nacht vor dem Lauf nicht schlafen zu können, habe
ich in der vorletzten Nacht wenig geschlafen, damit ich in
der Nacht vor dem Lauf gut durchschlafen konnte. An dem Tag
vor dem Lauf haben einige Läufer und ich eine private
Pastaparty gemacht.
An dem Morgen bin ich mit dem Bus aus Bielefeld zu dem Hermannsdenkmal
gefahren, so viele Busse habe ich in meinem Leben vorher noch
nicht gesehen. Das Warten auf den Start steigerte sich, je
näher er kam. Die Frage war, ob man vorher alles richtig
gemacht hatte oder nicht. Aber da war es ja eh schon zu spät.
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Mit
einem Laufkollegen startete ich in der Gruppe C. Am Anfang
liefen wir gemeinsam und achteten gegenseitig darauf, dass
wir nicht zu schnell laufen, damit wir unsere Energie für
die Berge behielten. |
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Schon
zu Beginn war es sehr warm, im Nachhinein stellte sich heraus,
dass er der heißeste Hermannslauf in der Geschichte
war.
Am Anfang lief es ziemlich gut, wir haben uns nicht durch
die vielen Läufer, die uns überholten, verrückt
machen lassen. Nach etwa zwei Stunden sagte mein Laufkollege
zu mir, dass ich alleine weiter laufen sollte, da er einen
Schritt raus nehmen wollte. Ab da fing es für mich erst
richtig an.
Die Zuschauer waren super drauf, es wurde AC/DC gespielt,
viele haben mit verschieden Instrumenten Musik gemacht. Ich
sah ein Plakat, auf dem stand: Saschas erster Hermannslauf,
du packst das!
Erst dachte ich, es wäre für jemanden anders bestimmt,
aber als ich die Leute erkannte, war ich überrascht und
freute mich sehr. Sie hatten einen Wasserstand aufgebaut,
an dem ich dann etwas trank und dann weiter lief. |
Als es nur noch acht Kilometer waren, erhöhte ich noch
mal mein Tempo, welches ich bis zum Ziel beibehielt. Dabei
musste ich mich durch die Läufermasse durcharbeiten.
Die meisten sind die letzten Kilometer gegangen Als ich in
das Ziel lief war ich froh, dass ich den Hermannslauf geschafft
habe.
von Sascha Rother |
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