 |
|
 |
| |
In
der Mitte des Flusses
von Markus Peters und Sonja Petri
|
Am
Sonntag (13.06.2010) war ein Klassiker angesagt: der Bonn-Triathlon.
Die 20ste Auflage ging ins Rennen. Eines, welches immer mal
wieder von den Top Ironman-Profis besucht wird. Van Vlerken,
Sultan oder wie auch dieses Jahr wiederholt Brede und Hellriegel.
Darunter diesmal halt auch Sonja und ich. (Schaut euch noch
mal im Blog “Nach
17 Std.!“ an) Ich werde jetzt auch nicht ganz so
viel über den Wettkampf berichten. Ist ja eh immer der
gleiche Ablauf: Swim, Bike, Run ;) Mein Race-Day war es nicht!
Wassereinbruch nach ein paar Metern. Null Sicht. Sehr orientierungslos.
Wo sind meine Mitschwimmer?! Schiffsverkehr. Starke Strömung.
3x Rückenlage, Brille leeren. Augenbrennen. Nach einem
sehr engen, steinigen Ausstieg hieß es gut 1 km zur
Wechselzone laufen! Rad nicht gefunden. Noch 1 Std. auf dem
Rad mit tränenden Augen zu kämpfen und beim Laufen
mit Blähungen :( Finish nach 4:04. Nun aber zum Positiven:
Super Wetter. Der Swim-Start spektakulär! Von der Fähre
aus mitten in den Fluss. Eindrücke gibt es in diesem
YouTube
Video von 2009. 3,8 km, ging eigentlich super schnell.
Jetzt muss ich mal ausbrechen aus dem eigentlichen Bericht!
:) Jetzt gibt es eine Hotel Bewertung! Und was für eine!!
Geniales Hotel!!! Schon am Samstagabend beim Vorfahren ein
Highlight. Mit Pagen, welcher sofort das Gepäck tragen
wollte und das Auto parken. Eine einzigartige Lobby. |
|
|
|
|
Nach dem Check In, mit der Dame vom Housekeeping ins Zimmer,
zwecks Einführung in die technischen Details des Zimmers!
Ein Badezimmer, welches durch fast 80% Glas vom eigentlichen
Raum getrennt war. Rainshower Dusche und Badewanne. Großer
Flatscreen im Zimmer sowie die Möglichkeit eines projizierten
Mondes über dem Kopfende des Bettes. Impressionen hab
ich mal ins Fotoalbum gestellt. Desweiteren befand sich auf
unserer Etage der SPA Bereich! Luxus. Der Pool der Dachterrasse
ragte bis zur Kante, man hatte das Gefühl in den Rhein
zu schwimmen. In der Sauna konnte man die verglaste Front
mit Blick aufs Siebengebirge noch komplett öffnen. Open
Air Sauna?! |
Die
Duschen zum Abkühlen waren in Kronleuchtern eingearbeitet.
Im Ruheraum gab es riesige Wasserbetten. Zum Abschluss meines
Hotelberichts: das Frühstücksbüfett :) Keine
Frage, anderer Standard. Frische Smoothies, Gebäck, feinste
Beilagen und extra ein Koch, welcher einem die Eier frisch
zubereitet hat. Da wir gerade beim Essen sind. Am Sonntag
nach dem Race, sind Sonja und ich Pizza essen gegangen. In
der Pizzeria wurden wir dann von anderen Triathleten zum Public
Viewing mit 40 weitern Athleten eingeladen. Untereinander
gekannt haben sich die wenigsten, aber die Atmosphäre
war super und er Innenhof echt urig. Nun gut. Es war eindeutig
Sonjas Tag (Finish bei 4:35), sie hat das Wort!
|
Meine
erste Mitteldistanz :)
Das Hotel ist wirklich eine Empfehlung, vor allem wenn man
am Bonn-Triathlon teilnimmt und praktisch nur aus der Tür
heraus in die Wechselzone fallen muss.
Eine ziemliche Aufregung und emsiges Treiben herrschte am
Sonntag um 6 Uhr am Rheinufer. Nach dem Rad Check In und der
Startunterlagenabholung habe ich dann doch die Hosen voll
und frage mich, ob das Ganze eine gute Idee war. Besonders
als wir am Samstagabend den Schwimmausstieg angesehen hatten.
Im Halbdunkeln, ach du Schreck! Und dann noch ein elend langer
Lauf zurück zur Wechselzone und durch bis zum Ende. Da
wo die Mädels parken durften. |
|
|
Von
einer Fähre zu starten war schon was Tolles, bis dahin
konnte ich mir immer noch kein Bild machen, was es mit der
Fließgeschwindigkeit auf sich hatte. Dann ging es los.
Es stinkt nach Diesel und Gummi. Ziemlich viele schwarze „Gummimenschen“
stehen dicht gedrängt auf den zwei Fähren. Viel
krieg ich nicht davon mit. Stehe mittendrin. Rein ins Wasser
irgendwie und los. Erst merke ich gar nicht, wie schnell ich
bin, doch dann mach ich halt und schau zum Ufer. Kirchen,
Häuser, Bäume… ziehen in rasender Geschwindigkeit
vorbei. Ok, super, und da kommt auch schon die Brücke,
ist das die richtige? Waren das etwa ca. 4 km? |
|
|
|
Um zum Ufer zu kommen, schwimmt man in eine richtig starke
Gegenströmung. Dann geht es recht eierig über
dicke Felsbrocken, eine 75° Rampe rauf. Klasse, da stehen
schon die Leute und brüllen. Laufen, Neo runter, laufen…
man, hat der Weg kein Ende? Mein Rad find ich schnell, war
ja auch einfach zu merken ;). Blöder Neo ging nicht
von den Füßen runter. Die Zeit läuft davon…
Ab auf die Radstrecke. Nach ein paar Metern kann ich dem
ersten Sturz vor mir ausweichen. Das kann ja heiter werden.
Die Strecke ist recht anspruchsvoll. Berg rauf und runter,
klappt aber alles (aus ein paar blöde Schaltfehler
meinerseits) super. Ich freu mich über die ganzen Zuschauer,
die anfeuern und in Alphörner blasen oder mit allem
möglichen applaudieren. Einige liegen im Graben. Reifen
aufziehen hatten wir ja geübt, aber im Wettkampf??
Den Gedanken schiebe ich einfach zur Seite. Mit der Verpflegung
klappt alles gut. Markus, überholt der mich heute noch?
Das Radfahren hat super Spaß gemacht. Markus überholte
mich dann doch noch aber erst auf dem letzten Kilometer
vor ‘m 2ten Wechsel.
|
Dann
steige ich in meine Laufschuhe Und…Hallo? Beine? Füße?
Seid ihr noch dran? Zwischen Verpflegungsstationen, Sambagruppe,
erfrischender Dusche und Wechselzone hab ich einfach nur das
taube Etwas an meinen Beinen (normalerweise sind da Füße)
voreinander gesetzt und kam glücklich im Ziel an. Da
gab’s eine super Verpflegung, ein nettes Finisher-Shirt
und noch eine Tasse. Anschließend gab's noch eine Massage.
Ein echt anstrengend-klasse-Tag. Gern in Wiederholung! |
|
|
 |
|
 |
|
|