Zwei Superhelden in Kirchlinde
von Frank Pachura

Was macht man eigentlich so als Laufsportler an Pfingstmontag? Bei schönem Wetter? Und keinen anderen Terminen? Na klar. Man schaut in den Laufkalender und fährt dann nach Dortmund-Kirchlinde zum Friedenslauf. Einen 5er, einen 10er und einen Halben gibt es hier. Dazu viele Kinderläufe. Da wir in einer Woche den Duisburg-Marathon laufen wollen, melden wir für den Halben und wollen ihn recht locker als Long Jog laufen. Wir brauchen unsere Kräfte schließlich noch am kommenden Wochenende.

Zurzeit sind wir auf PR-Tour für den Lake-Run, einem Event-Lauf am Möhnesee, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Wir starten an jedem Wochenende auf einer oder zwei Veranstaltungen und haben dabei einen ganz neuen Dress an. Einen Dress, der dem Dress von Superman nachempfunden ist. Es macht viel Spaß, verkleidet zu Laufveranstaltungen zu fahren und in durchweg fröhliche Gesichter zu schauen. Möhnewoman und Möhneman … laufend unterwegs.
 

Foto vom TSV Kirchlinde
Es ist heute ein richtig schöner sommerlicher Tag. Wir stehen im Startfeld und die Sonne brennt uns schon auf den Kopf. Schade, dass Superman und nicht Batman das Vorbild für unsere Verkleidungen war. Seine Maske könnten wir heute gut als Sonnenschutz gebrauchen. Aber so ein Superheld lässt sich dadurch natürlich nicht klein kriegen…
Wir treffen uns mit Michi und dem Blauen und dann geht es auch schon los. 9:45 Uhr. Startschuss. Das gewaltige Läuferfeld windet sich über die ersten 500 m durch die Straßen Kirchlindes. Es ist so voll, dass wir überhaupt nicht frei laufen können. Das bleibt auch auf den nächsten ein oder zwei Kilometern so. Es geht über schmale Feldwege und das Feld bleibt recht eng beieinander. Erst im Westerfilder und Rahmer Wald entzerrt es sich dann und man darf endlich laufen, wie man möchte (und kann).

Im Wald

Der Blaue in Rot

Michi hat's gleich geschafft
Es geht immer leicht bergauf und –ab durch den Wald und wir genießen den Schatten der Bäume und stöhnen gleichzeitig über die Steigungen. An einigen Stellen kommen uns erst die Schnelleren und später dann die Langsameren entgegen. Es ist immer schön, wenn man auch mal Teilnehmer entdeckt, die man sonst nie zu Gesicht bekommt. Entweder sind sie einfach zu schnell auf und davon oder sie sind eben weit hinter uns.
Nach ungefähr einer Stunde haben wir die erste Runde geschafft, tanken auf die Schnelle Wasser am Getränkestand und dann geht es direkt in die zweite Runde. Die 10er bleiben nach der ersten Runde im Zielbereich, denn sie haben ihre Strecke bereits absolviert. Wir müssen noch einmal los. Das Gleiche noch mal.
Aber schließlich ist auch das geschafft. Wir genießen nach gut zwei Stunden den schönen Zieleinlauf und direkt danach das köstliche alkoholfreie Weizen. Hmmm. Lecker! Zusammen mit Michi und dem Blauen erholen wir uns einige Zeit im Schatten.

Schnell bekommen wir unsere Urkunden und stellen erstaunt fest, dass Möhnewoman in ihrer Alterklasse den ersten Platz erreicht hat. Nicht schlecht. Sie wird nach ein paar Minuten aufs Treppchen geladen und bekommt einen schönen Pokal überreicht. Ich bin sehr stolz auf sie.
 

Möhnewoman mit Pokal
In den nächsten Tagen werden wir ausruhen und dann geht es nach Duisburg.
von Frank Pachura
 
Mehr Infos...

Mehr Geschichten von Zieleinläufen, Wadenkrämpfen und Verdauungsstörungen findest du in meinem neuen Buch "Laufend durchs Revier - Alte und neue Wege im Kohlenpott".
Viel Spaß beim Lesen.
Frank Pachura
 
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