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Laufen
hat mein Leben verändert
von Karin Knorr |
Vor
knapp 6 Wochen startete eine Journalistin in der
Powerfrauengruppe bei Xing einen Aufruf. Sie suchte
Frauen, die eine Laufgeschichte erzählen konnten.
Mein Finger war natürlich gleich oben. Einen
Tag später rief sie mich an. Erst da wurde
mir bewusst, dass ich wirklich eine Laufgeschichte
zu erzählen hatte. |
Ich
bin Karin Knorr, Jahrgang 1960, Mutter zweier Söhne,
alleinerziehend, Ernährungstrainerin. |
Ja
wie fing alles an. 2002 zog ich mit meinen Jungs
von Rügen nach Dortmund. Irgendwie hatte ich
von meinem alten Leben die Nase voll. Alles, was
mir einmal wichtig war, war nur noch ein Scherbenhaufen.
Die Trennung von meinem Mann. Für meine Baufirma
musste ich Insolvenz anmelden. |
Ich stellte mich der Aufgabe, meinen Jungs ein schönes
Leben zu ermöglichen und verlor mich dabei
ganz aus den Augen.
Beide trainierten bei Pierre Ayadi und waren im
Jugendbereich recht erfolgreich. Ich habe immer
davon geträumt, wie schön es doch wäre,
auch einmal mitzulaufen. Aus diesem Grund meldete
mich dann schon öfter bei Volksläufen
als Helfer und war neidisch auf die Menschen, die
am Laufen so richtig Spaß hatten. |
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Karin Knorr |
Ich
musste erst richtig übergewichtig werden (knapp 80kg
bei 1,68 m), um endlich mit dem Laufen zu beginnen. Eine junge
Frau hatte ähnliche Probleme und so trafen wir uns zu
unseren ersten Laufeinheiten. Wir haben natürlich alles
falsch gemacht, was man falsch machen kann. Wir rannten im
Rombergpark einfach drauf los und schafften es nicht einmal
bis zum Tierpark… ? Mein Sohn Andreas erzählte
seinem Trainer ganz stolz, dass seine Mama jetzt auch läuft
und Pierre meinte, es wäre doch von Vorteil, eine Leistungsdiagnostik
zu machen. Bei der Frage, wie lange wir schon laufen (mittlerweile
ein viertel Jahr) und warum wir da noch nicht 5 km am Stück
schaffen, wuchs in uns der Ehrgeiz. Pierre erklärte mir
dann auf Grund der Analyse, wie ich auf meinen Puls achten
soll und gab mir einen Trainingsplan an die Hand. Bei Volker
Hartmann von Laufsport Bunert kaufte ich mir passende Schuhe.
Und ich kann euch sagen, die nächste Laufeinheit war
ein voller Erfolg für uns. Wir liefen nach Puls ganz
gemächlich los und schafften das erste Mal unsere 5 Km
am Stück. |
Zeitgleich
fiel mir ein Buch in die Hände. „Die Wunschliste“
von Jil Smolinski. Es fiel mir schon ziemlich schwer, Wünsche
für mich zu formulieren, hatte ich doch nur das Glück
meiner Kinder im Auge. Etwas Aufregendes wollte ich erleben.
Die Anmeldung zum Dortmunder Citylauf 2008 und dann gleich
10 km war dann für mich schon sehr verrückt. Wie
ich diesen Lauf dann durchgestanden habe, ich kann es echt
nicht sagen. Und diesen Schmach für mich, ziemlich am
Schluss ins Ziel zu kommen. Ich brauchte da so einige Zeit
bis ich auch wirklich stolz auf mich sein konnte. |
Mit
dem Laufen kam mein ganzes Leben ins Rollen. Ich entledigte
mich allen Ballastes, nicht nur die Pfunde verschwanden. Ich
quittierte meinen Job als technische Ingenieurin, begann eine
Ausbildung als Ernährungsberaterin und machte mich im
letzen Jahr selbstständig. Das Laufen hat mich auf Trab
gebracht. Ich stelle mich neuen Herausforderungen und bin
glücklich wie nie zuvor. Meine beiden Söhne bestärken
mich darin, so mutig weiterzumachen. |
Meine
Wunschliste ist seit dieser Zeit ständig gewachsen. U.a.
möchte ich in diesem Jahr meine 5-km-Zeit vom letzten
Jahr verbessern, langfristig möchte ich an einem Halbmarathon
teilnehmen. |
Ich
kann euch nur sagen, wenn ihr euch entschließt, abzunehmen
und mit dem Laufen zu beginnen, gebt euch in professionelle
Hände, damit die Lust nicht zum Frust wird. |
Wenn
Ihr mehr von mir erfahren wollt, besucht mich einfach auf
meiner Homepage www.knorr-fit.de. |
Wir
sehen uns bestimmt beim Laufen… |
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