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24
Stunden für den guten Zweck
von Frank Pachura |
Am
16. und 17. April fand in Oberhausen der Kultur-Run statt,
ein 24-Stunden-Lauf auf dem Gelände der ehemaligen Zeche
Oberhausen. Auf einer 2-km-Runde konnte man eine Nacht und
einen Tag lang seine Runden drehen und jede Menge Kilometer
sammeln. |
Marion
und ich wollten so eine Veranstaltung mal kennenlernen und
so standen wir mit rund 50 weiteren Läufern abends um
21 Uhr an der Startlinie. Es ging los, das Läuferfeld
löste sich sehr schnell auf und schon trabte jeder für
sich allein über die Runde in die Nacht hinein. Marion
und ich liefen die ersten Stunden zusammen, dann genehmigte
Marion sich eine Pause und ich lief noch weiter bis in die
frühen Morgenstunden. Doch dann brauchte ich auch ein
Päuschen und setzte mich zu Marion ins Auto. Auf dem
Beifahrersitz döste ich etwas vor mich hin, Marion lag
im Schlafsack im hinteren Teil des Autos. |
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Um
halb sechs machten wir uns dann aber wieder fertig und drehten
unsere Runden in den Sonnenaufgang hinein. Geschätzte
15 Läuferinnen und Läufer waren nachts mit uns auf
der Runde. Einige sind ins kleine Hostel gegangen, um zu ruhen,
andere sind für ein paar Stunden nach Hause gefahren.
Aber morgens waren plötzlich alle wieder da und die Strecke
füllte sich langsam aber sich wieder mit Menschen.
Während die Temperaturen in der Nacht so um den Gefrierpunkt
lagen, erwärmte es sich nun bis auf ungefähr 16
Grad. Die Sonne schien vom Himmel und weckte die Lebensgeister
und die Lauflust. |
Die
2-km-Runde hatte einen Verpflegungsstand, der sehr gut bestückt
war. Außerdem gab es ein reichhaltiges Frühstück,
ein Läuferbüffet zum Mittag und freie Verpflegung
am Imbissstand. Kaum zu glauben, auf was ich alles Apettit
hatte. Sogar ein leckeres Steak habe ich zwischendurch mal
gegessen. Wenn man so lange läuft, bekommt man einfach
gar nicht genug Nachschub.
Marion beendete gegen Mittag ihren Kultur-Run mit einer Laufstrecke
von 60 km und ich drehte noch bis nachmittags meine Runden
bis ich bei km 100 angekommen war. |
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Total
erschöpft, müde und k.o. fuhren wir nach Hause und
gönnten uns dann am Sonntag einen ganzen Tag mit Nichtstun. |
Marion
hat die Stufe der Marathonesse übersprungen und ganz
ohne Marathonerfahrung 60 km geschafft. Ich habe meinen ersten
Hunderter absolviert. Trotz der Erschöpfung sind wir
uns sicher, dass es nicht der letzte Ultra war. Wer weiß,
vielleicht beim nächsten Kultur-Run…
von Frank Pachura |
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