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Ortwin
Roye siegte in seinem „Wohnzimmer“
Ulrike Schmidt und Gudrun Rodloff ebenfalls auf Platz 1 |
Beim
22. Möhnesee-Pokallauf holten sich die heimischen Läufer
und Läuferinnen gleich dreimal Gold. Der Flerker Topläufer
Ortwin Roye zeigte beim Königslauf, den 15 Kilometern
mit 310 Höhenmetern wieder einmal seine Klasse. In seinem
„Wohnzimmer“ war der mehrfache Sieger und Streckenrekordhalter
in 55:56 Minuten nicht zu schlagen. Mit Ulrike Schmidt (Marathon
Soest) holte sich eine weitere heimische Athletin in 1:14:22
Stunden die Pole-Position bei den Frauen. Über fünf
Kilometer gelang das auch der Lippetalerin Gudrun Rodloff.
Ihr reichten 19:52 Minuten für den Sieg. |
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Der
Wettergott meinte es an diesem Tag nicht gut mit den Verantwortlichen
der Laufgruppe Deiringsen (LGD). Entgegen der Wettervorhersage
regnete es kontinuierlich. Die Sportler störte es nicht
so sehr, da viele von ihnen lieber bei Regen als bei drückender
Hitze laufen. Um 14.00 Uhr begannen die Nordic Walker/Walker
die Wettkämpfe am Heinrich-Lübke-Haus. Mit dabei
auch die Westfalen-Walk-Siegerin Barbara Schuchmann zusammen
mit ihrem Ehemann Erwin, der Zweiter dieser Serie war. Am
Ende lagen sie beide „nur“ auf Platz 2 und mussten
sich Marita Achenbach (Hobbyjogger) und Tadeusz Jannsik (Team
Lohmann Witten) beugen. Die Läufer begannen mit der 5-Kilometer-Strecke.
Hier dominierten die ehemaligen LGD-Läufer Georg Kott
(17:50 Minuten) als Sieger und Jürgen Teicher (18:30
Minuten) als Dritter. Dazwischen schob sich noch Franz-Josef
Schäfers (Büren) in 18:08 Minuten, der fast jedes
Jahr beim Möhnesee-Pokallauf am Start ist. Von den heimischen
Läufern setzte der 13 jährige Jesse Kaars, der gerade
erst zusammen mit seinen Schwestern Lotte und Tara zur Laufgruppe
Deiringsen gewechselt ist, ein Ausrufezeichen und holte sich
in beeindruckenden 19:50 Minuten Platz 5. In der Frauenwertung
setzte sich erwartungsgemäß die Lippetalerin Gudrun
Rodloff (LG Hamm) in 19:52 Minuten durch. Rodloff: “Nachdem
ich zum vierten Mal infolge westdeutsche Meisterin geworden
war, musste ich leider eine Trainingspause hinnehmen. Nachdem
es hier überraschend gut lief, würde ich gerne im
Juli an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.“ |
Roye
siegte in seinem „Wohnzimmer“ – Comeback
von Stephan Schulte erstmals im Trikot der Laufgruppe Deiringsen |
Über
15 Kilometer war Ortwin Roye konkurrenzlos. Roye: „Ich
hatte zuletzt zeitlich kaum Möglichkeiten, um läuferisch
in Topform zu kommen. So spielte die Zeit heute keine Rolle
für mich!“ Hinter ihm sicherten sich Juri Razlaf
(Anröchte) und Nicklars Achenbach (LT Bittermark) zeitgleich
in 58:12 Minuten die Plätze 2 und 3. Hinter diesem Trio
feierte Stephan Schulte in 58:38 Minuten ein beeindruckendes
Comeback. Nach seinem schweren Autounfall im September 2009
mit mehreren Brüchen hatte er sich mühsam wieder
zu seinem geliebten Sport zurück gekämpft. Schulte:
„Er ist im Januar konnte ich wieder ganz langsam mit
dem Lauftraining beginnen. Der Möhnesee-Pokallauf ist
seit dem Unfall mein erster Wettkampf.“ Der sympathische
Niederenser lief auch erstmals im Trikot der Laufgruppe Deiringsen.
Schulte: “Ich wollte einen neuen Leistungsreiz setzen.
Außerdem verspreche ich mir von meinen starken Vereinskameraden
auch gute Chancen bei den westfälischen und westdeutschen
Meisterschaften!“ Bei den Frauen war Ulrike Schmidt
(Marathon Soest) in 1:14:22 Stunden nicht zu schlagen. Zweitbeste
heimische Frau wurde Nadine Lakämper (Laufgruppe Deiringsen)
in 1:17:10 Stunden als Dritte. |
Über
30 Kilometer war mit Thomas Braukmann ein mehrfacher Deutscher
Meister am Start |
Über
die doppelt so lange Distanz über 30 Kilometer war der
mehrfache Deutsche Meister über 50 Kilometer Thomas Braukmann
(LG Kindelsberg) am Start. Er lief seine Konkurrenten erwartungsgemäß
in Grund und Boden. In 1:53:14 Stunden hatte er fast 23 Minuten
(!) Vorsprung vor dem Duett Oliver Friede und Waldemar Furgol
(beide Marathon Soest), die das komplette Rennen gemeinsam
liefen und fast zeitgleich das Rennen beendeten. Braukmann:
„Das war hier genau das Rennen, das ich zur Vorbereitung
auf die deutschen, 75 Kilometer langen Ultra-Cross-Meisterschaften
auf dem Rennsteig gesucht habe. Dort möchte ich unter
die Top 3 kommen!“ Schenzer: „Ich freue mich,
dass die 30 Kilometer so gut angenommen werden.“ |
Dirk
Schmidt lief zusammen mit seinem schwarzen Mischlingshund
die 30 Kilometer. Schmidt: “Der ist eigentlich viel
zu schnell für mich. Als ich einmal an einem 100-Kilometer-Lauf
teilnahm, war ich nach 90 Kilometern platt und mein Hund topfit.
Der ist nicht kaputt zu kriegen!“ Als ein 30-Kilometer-Läufer
in Zielnähe kam, machte er zur Freude von Dieter Schenzer
und den Zuschauern erst einmal ein Rad und lief dann locker
die zweite 15-Kilometer-Runde. Einfälle muss man eben
haben.
Die Radfahrer Manfred Heß und Norbert
Bormann von der Laufgruppe Deiringsen, die über 15
und 30 Kilometer vorne weg fuhren, konnten einem schon Leid
tun. Im Ziel waren sie, wie fast alle Walker und Läufer,
von oben bis unten mit Schlammspritzern bedeckt. Neben den
Politikern Hans Dicke und Bernhard Schulte-Drüggelte,
die für die Startschüsse verantwortlich waren,
zeigte auch Silvesterlauf-Chef Ingo Schaffranka Präsenz
und bewies über 15 Kilometer, dass er den Laufsport
nicht nur als Funktionär beherrscht. Ein tolles Geschenk
bekam Wolfgang Hüske von Ultra Rissmecke. Er gewann
die unter den Startern verloste Flugreise zum Malta-Marathon.
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