„Warum
denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“
– Als wir gehört haben, dass auf der Galopprennbahn
in Dortmund ein 6,5km–Firmenlauf angeboten wird, haben
wir beschlossen als Team für unseren Chef, Sponsor, Berater,
Ehemann, Vater und Freund Achim Schmitt (Orthopädietechnik
Schmitt) zu starten.
Ich wurde zum „Teamcaptain“ bestimmt und meldete
uns an. Auf meinen Hinweis, dass ich dafür außer
Adresse, Geburtsdatum und ggf. Chipnummer auch Größe
und Gewicht benötige, bekam ich nur 2 wahrheitsgemäße
Antworten von immerhin 11 Startern: 1) zu schwer und 2) 52,5
kg bei einer Größe von 1,53 m. Alle anderen hüllten
sich diesbezüglich in eisernes Schweigen und wollten
stattdessen wissen, wofür ich diese Angaben denn nun
schon wieder benötige. Meine Antwort wiederhole ich hier
lieber nicht, hab‘ mir dafür schon „Rüffel“
eingehandelt ;-)
Und so bin ich am 6. Mai frühzeitig zur Rennbahn gefahren
um noch eine schnelle Läuferin für unser Team –
die Tochter des Chefs! – nachzumelden und unsere Startunterlagen
abzuholen. Es regnete zwar, aber das konnte uns nicht abschrecken.
Schließlich gibt es für Läufer kein schlechtes
Wetter, sondern nur schlechte Kleidung! Bis zum Start konnten
wir uns in einer großen, beheizten(!) Halle aufhalten,
in der Volker Hartmann (Laufsport Bunert) mit seinem Team
alles super vorbereitet hatte. Es gab genügend Sitzgelegenheiten,
einige Infostände, eine Bühne,…
Um 19 Uhr war dann der Start für den Lauf, der zweimal
um die Rennbahn führte. Zunächst ging es bergab,
was dazu führte, dass ich – für meine Verhältnisse
– etwas zu schnell lief („was weg ist, ist weg“
;-)). Mir hatte mal jemand gesagt, dass man bei so „kurzen“
Strecken von Anfang an voll Tempo machen muss… Also
einfach rollen lassen und nicht darüber nachdenken, dass
es bei einem Rundlauf dann wohl auch wieder bergauf geht.
Das war auf der ersten Runde auch kein Problem. Bei km 5 hatte
ich meine „Wunschzeit“ voll erreicht – nur
das Ziel noch nicht, das lag noch 1, 5 km „bergauf“
entfernt. Doch auch das habe ich geschafft und dabei mit Wonne
so ziemlich jede Pfütze mitgenommen ;-). 6,5 km sind
allerdings doch nicht so „kurz“ wie ich vorher
gedacht habe…
Eine engagierte Läuferin unseres Teams ist nach der Ziellinie
noch etwas weitergelaufen und plötzlich hinter einem
Gebäude verschwunden – aber dazu keine Details!
Unser Team hat recht gut abgeschnitten: Platz 5 und 21 bei
den Frauenteams, Platz 9 bei den Männerteams –
da konnte auch Achim Schmitt zufrieden sein, den wir per Handy
umgehend informiert haben.
Es gibt von unserem Team übrigens keine Lauf-Fotos –
unser damit beauftragter Kollege hatte die Wahl zwischen Regenschirm
halten und sich somit vor dem Regen schützen oder uns
zu fotografieren – man muss eben Prioritäten setzen,
ganz klar ;-)!
Nach dem Lauf haben wir uns in der Halle einen Platz unter
der (Heiz)sonne gesucht und den gelungenen Abend in einer
netten und lustigen Runde ausklingen lassen. Es gab eine Bühne
mit Live-Musik und für die Siegerehrung und die Stimmung
war wirklich gut.
von Tatjana Bitthöfer
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