Die Wischlinger beim Firmenlauf
von Tatjana Bitthöfer

„Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ – Als wir gehört haben, dass auf der Galopprennbahn in Dortmund ein 6,5km–Firmenlauf angeboten wird, haben wir beschlossen als Team für unseren Chef, Sponsor, Berater, Ehemann, Vater und Freund Achim Schmitt (Orthopädietechnik Schmitt) zu starten.

Ich wurde zum „Teamcaptain“ bestimmt und meldete uns an. Auf meinen Hinweis, dass ich dafür außer Adresse, Geburtsdatum und ggf. Chipnummer auch Größe und Gewicht benötige, bekam ich nur 2 wahrheitsgemäße Antworten von immerhin 11 Startern: 1) zu schwer und 2) 52,5 kg bei einer Größe von 1,53 m. Alle anderen hüllten sich diesbezüglich in eisernes Schweigen und wollten stattdessen wissen, wofür ich diese Angaben denn nun schon wieder benötige. Meine Antwort wiederhole ich hier lieber nicht, hab‘ mir dafür schon „Rüffel“ eingehandelt ;-)

Und so bin ich am 6. Mai frühzeitig zur Rennbahn gefahren um noch eine schnelle Läuferin für unser Team – die Tochter des Chefs! – nachzumelden und unsere Startunterlagen abzuholen. Es regnete zwar, aber das konnte uns nicht abschrecken. Schließlich gibt es für Läufer kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung! Bis zum Start konnten wir uns in einer großen, beheizten(!) Halle aufhalten, in der Volker Hartmann (Laufsport Bunert) mit seinem Team alles super vorbereitet hatte. Es gab genügend Sitzgelegenheiten, einige Infostände, eine Bühne,…

Um 19 Uhr war dann der Start für den Lauf, der zweimal um die Rennbahn führte. Zunächst ging es bergab, was dazu führte, dass ich – für meine Verhältnisse – etwas zu schnell lief („was weg ist, ist weg“ ;-)). Mir hatte mal jemand gesagt, dass man bei so „kurzen“ Strecken von Anfang an voll Tempo machen muss… Also einfach rollen lassen und nicht darüber nachdenken, dass es bei einem Rundlauf dann wohl auch wieder bergauf geht. Das war auf der ersten Runde auch kein Problem. Bei km 5 hatte ich meine „Wunschzeit“ voll erreicht – nur das Ziel noch nicht, das lag noch 1, 5 km „bergauf“ entfernt. Doch auch das habe ich geschafft und dabei mit Wonne so ziemlich jede Pfütze mitgenommen ;-). 6,5 km sind allerdings doch nicht so „kurz“ wie ich vorher gedacht habe…

Eine engagierte Läuferin unseres Teams ist nach der Ziellinie noch etwas weitergelaufen und plötzlich hinter einem Gebäude verschwunden – aber dazu keine Details!

Unser Team hat recht gut abgeschnitten: Platz 5 und 21 bei den Frauenteams, Platz 9 bei den Männerteams – da konnte auch Achim Schmitt zufrieden sein, den wir per Handy umgehend informiert haben.

Es gibt von unserem Team übrigens keine Lauf-Fotos – unser damit beauftragter Kollege hatte die Wahl zwischen Regenschirm halten und sich somit vor dem Regen schützen oder uns zu fotografieren – man muss eben Prioritäten setzen, ganz klar ;-)!

Nach dem Lauf haben wir uns in der Halle einen Platz unter der (Heiz)sonne gesucht und den gelungenen Abend in einer netten und lustigen Runde ausklingen lassen. Es gab eine Bühne mit Live-Musik und für die Siegerehrung und die Stimmung war wirklich gut.

von Tatjana Bitthöfer
 
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