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Eine
Hommage an den Grünkohl
von Marion Fladda |
12.
November 2012
Frank und ich machen uns auf den Weg in unser Lieblingsrevier.
Heute steht der 1. Junkie Grünkohl Marathon in Dortmund
auf dem Plan. Unser Lauffreund Hans hat anlässlich seines
Junkiebeitritts einen kleinen Marathon organisiert, der uns
durch die Weltstadt Dortmund führt und uns dann als Krönung
im Ziel mit Grünkohl füttern wird.
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Gegen
halb neun treffen wir bei Hans ein und werden erschlagen von
einem üppigen Buffet aus allerlei Obst, sowie aus den
verschiedensten Riegeln, Gelen und Brezeln. Mmmh… von
mir aus können wir das Kapitel mit dem Marathon auch
überspringen und direkt zum Essen übergehen.
Hier am Buffet ist es wenigstens schön warm, im Gegensatz
zu draußen. Dort ist noch richtig frostig. Der Himmel
ist zwar klar und die Sonne ist auch am Start, aber die Temperaturen
sind sehr, sehr herbstlich. |
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Um
neun Uhr geht das Grünkohl-Grüppchen rund um Hans
auf die Strecke. Wir durchqueren viele Dortmunder Stadtteile
auf unserer Reise zum Grünkohl. Die Kilometer vergehen
in der heiteren und ausgelassenen Stimmung wie im Flug. Doch
was ist denn mit meinen unteren Extremitäten heute los?
Sie fühlen sich heute irgendwie zäh und ungängig
an. Meine Gedanken wandern durch die Füße und versuchen
sie ganz nach Michele Ufers Mentaltraining zu motivieren.
Ich liege in einer Hängematte und meine Füße
baumeln frei atmend durch eine frische Sommerbriese. Meine
Füße fühlen sich voller Power und Energie.
Aber immer wieder werden meinen Visionen von frischen Füßen
durch Zwicken gestört. |
Ich
mache mir Gedanken darüber, ob es wohl gut ist weiter
zu laufen. Denn schließlich wartet in drei Wochen eine
ganz besondere Aufgabe auf uns: Der Untertage Marathon in
Sondershausen. 880 Höhenmeter, 30 % Luftfeuchtigkeit,
Dunkelheit, 28°C und die Tatsache, dass es 700 m unter
der Erde stattfindet. Ich will nichts kaputt machen. Die Schmerzen
sind nur latent da, aber Schmerzen haben durchaus auch eine
sinnvolle Funktion. |
Während
ich kopfintern darüber diskutiere, was ich machen soll,
kommen wir auf einen Parkplatz. Hier wartet Mattin auf uns.
In seinem Kofferraum ist eine kleine Verpflegungsstelle aufgebaut.
Wasser, Cola, Brote und sogar Sekt geben den Grünkohlmarathonis
oder kurz „Grünkohlis“ neue Energie.
Ich versuche meine Beine zu dehnen und denke nach, was ich
tun soll. Hier wäre die Gelegenheit auszusteigen. Aber
es ist so eine tolle Stimmung und dieses nette Grüppchen
würde ich nur schweren Herzens verlassen. Aber was ist,
wenn ich mir noch irgendwas schrotte und den Untertagemarathon
nicht laufen kann? |
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Ich
versuche mich zu sammeln und etwas Sonne zu laden. Mentaltraining.
Es geht weiter. Ich entscheide mich zum weiter laufen. Die
gute Stimmung der Grünkohlis wird mich schon gesund ins
Ziel bringen. Klare Sache. |
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Wir
durchlaufen viele schöne Ecken von Dortmund und ich bin
mal wieder überrascht über die vielen grünen,
idyllischen Ecken, die es in Dortmund gibt. Schon bald ist
es nur noch einstellig und das Füßchen am Ende
meines Beins gibt sich beste Mühe. Mal merke ich es nicht
und mal macht es unlieb auf sich aufmerksam.
Größere Sorgen mache ich mir mittlerweile um Frank.
Er sieht nicht mehr ganz so frisch aus. Da er nach ungefähr
200 m schon immer geschätzte 2 Liter ausgeschwitzt hat,
ist so ein Marathon mit Flaschengurt und einer Verpflegungsstelle
eine echte Herausforderung für seinen Flüssigkeitshaushalt.
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Die
Strecke führt uns auf den letzten Kilometern vorbei am
Phoenix-Gelände, sowie durch den wunderschönen Rombergpark.
Und schon bald haben wir das Ziel erreicht. Dort wartet bereits
der leckere, grüne Kohl zusammen mit den wohl isotonischsten
Mettwürsten dieser Welt auf uns. |
Wir
genießen zusammen mit den anderen Grünkohlis den
leckeren Grünkohl und die gute Stimmung nach dem Lauf.
Der 1. Junkie Grünkohl Marathon war eine absolut perfekt
organisierte Veranstaltung und hat mir großen Spaß
bereitet.
Einen großen Dank noch mal an Hans, seine fleißigen
Helfer und die Grünkohl-Köchin, die einen ausgezeichneten
Grünkohl gezaubert hat. Und zu guter Letzt noch einen
lieben Dank an das nette Laufgrüppchen, was stets für
eine gute Stimmung gesorgt hat. |
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