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Auf
den Spuren einer türkisen Häsin
von Marion Fladda |
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Nach
einer Serie von Marathons soll uns heute mal ein kurzer 10er
den Sonntag versüßen. Dafür haben wir uns
den Hammer City Run ausgesucht. Die Strecke ist schön
abwechslungsreich und besteht aus einer Runde, die viermal
gelaufen werden muss. Das Wetter gibt auch sein Bestes und
die Sonne strahlt vom Himmel. Für meinen Geschmack ist
es sogar etwas zu warm.
Um 15 Uhr sind wir vor Ort und holen unsere Startnummern.
Unser Plan für heute ist, den 10er im Marathon-Tempo
zu laufen. Dabei würde dann eine Zielzeit von 54 Minuten
heraus kommen.
Wir machen uns für den Lauf bereit und stellen uns in
den Startblock. Dort wittere ich eine alte Bekannte. Ich nenne
sie liebevoll „die Türkisfarbene“. Den Namen
hat sie erworben auf Grund ihres immer gleichen Laufdresses.
Doch heute hat sie neue Farben. Die Tatsachen, dass sie ein
paar Meter vor mir im Startblock steht und mit neuen Farben
aufgerüstet hat, lassen mich alle Tempovorgaben vergessen.
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Der Startschuss ertönt und das Feld rennt los. Mit dem
Feld läuft auch mein Kampfgeist auf Hochtouren. Die „Ex-Türkisene“
habe ich fest im Blick. Sie schießt davon wie eine Antilope
und ich hinterher, wie ein schnaufender, stampfender Elefant.
Der Abstand wird mit jedem Kilometer größer. Frank
teilt mir unser Kilometer-Tempo von 4:45 mit und macht mich
darauf aufmerksam, dass wir nicht unsere Vorgabe laufen. Egal.
Es geht durch die City und dann in den Stadtpark. Ich merke
schon nach den ersten Kilometern, dass ich nicht nur viel
zu schnell laufe, sondern auch, dass die ich mich geschlagen
geben muss. |
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© Heiko Thoms |
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Die Türkisene ist weg. Sie ist schneller und schon Kilometer
weit weg. Mein Tempo wird dagegen immer langsamer. Und um
meinen Mund bildet sich wieder diese ekelige Salzkruste. Ich
fühle mich miserabel.
Wir laufen unsere Runden und mein Tempo wird immer langsamer.
Meine Marathon-Pläne für nächste Woche verwerfe
ich ebenfalls. Meine Form fühlt sich nicht so an, wie
ich es gerne hätte.
Mit einer Zeit von knapp unter 51 Minuten kommen wir ins Ziel.
Ich habe heute an den 10 Kilometern ordentlich gekaut, und
ich muss immer wieder feststellen, dass 10 Kilometer mehr
weh tun können, als 42,195 Kilometer.
Der Hammer Citylauf bietet eine super schöne Strecke,
die durch Stadtpark und City verläuft und dadurch echt
kurzweilig ist. Und nebenbei gibt es hier sogar Türkisfarbene,
die Hasenfunktion aufweisen. ;-)
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