Mit Wölfen in der Drecksbrühe
von Christoph Laznik

Am 24. September 2011 fand zum ersten Mal der Lauf zum Wolfsman statt. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von über 20° C ging es um 16:00 Uhr für die Leitwölfe (Einzelstarter) auf die Strecke. Die Wolfsrudel (5er-Teams) gingen 20 Minuten später auf die Strecke. Bei der Strecke handelte es sich um eine ehemalige Sandgrube, welche jetzt für Motor-Cross-Veranstaltungen genutzt wird. Der Rundkurs hatte eine Länge von 5 km und musste zweimal überwunden werden. Auf jeder Runde warteten 26 Hindernisse!, zahlreiche Höhenmeter (Steigungen) auf die Läuferinnen und Läufer.
 
Beim Betreten des Veranstaltungsgeländes war die Strecke schon abgesperrt und lies erkennen, was auf alle Beteiligten zukommen würde. Sofort beim Betreten konnte man das Hindernis mit der Nummer 19 – die Indul Drecksbrühe – ein Wasserloch sehen. Während die Sportler schon an das nasse Element dachten, "Wie komme ich da am besten durch?", kamen von den Zuschauern so nette Sprüche wie: "Da wollt/müsst ihr durch?" Die Schadenfreude war auf alle Fälle nicht zu überhören.

Kurz dahinter lag das Hindernis 20 im direkten Sichtbereich. Ein großer Sandhügel mit dem klangvollen Namen "Wolfshöher Gipfel" sorgte dafür, dass der Kopf in den Nacken gelegt wurde, um die wahre Höhe des Hügels zu erfassen. Neben der Drecksbrühe gab es noch das Kneipp-Wassertreten (Hindernis Nummer 8) und die Wolfspfütze (Hindernis Nr. 12), auch Froggy’s Home genannt, die immer wieder dafür sorgten, dass die Läuferinnen und Läufer erfrischt und sauber die restlichen Hindernisse bewältigen konnten.
Auch so nette Hindernisse wie Gummispiele (Autoreifen), Blechschaden (Überklettern von Autos und Panzer), Monkeys World (durch Gerüst hangeln/Slagline) und die Reife(n)prüfung (Durchklettern von LKW-Reifen) sorgten für Kurzweil bei Sportlern und Zuschauern. Vom Mittelpunkt des Veranstaltungsgeländes hatten die Zuschauer einen super Überblick auf eine Vielzahl der Hindernisse, da diese in der ehemaligen Sandgrube lagen.

Selten bin ich so dreckig in das Ziel eines Hindernislaufes gekommen. Die vielen Hindernisse und Steigungen sorgten dafür, dass die 10 Kilometer in einer Zeit von 1:27:27 als 121. von 204 StarterInnen gefinisht wurden.

Nach Abschluss des Laufes gab es noch für alle eine Rockparty, welche bis spät bis in die Nacht hinein ging. Nicht umsonst heißt die Veranstaltung: Wolfsman Run & Rock.
 
 
Und jetzt noch ein paar "private" Sätze:
Mit knapp über 500 km (eine Wegstrecke) muss man schon ein wenig verrückt sein, um zu so einem Lauf zu fahren. Die Veranstaltung war gut organisiert. Die Zuschauer hatten eine super Sicht auf fast alles.

Die Siegerehrung fand dann abends während der Rockparty statt. Die Urkunde konnte im Internet heruntergeladen werden. Die Zeitmessung erfolgte per Transponder an der Hand. Und die Medaille war ein "Anhänger". Im Zelt war es noch möglich, per Lasergravur einen einzeiligen Text gravieren zu lassen.

Mein schwierigstes Hindernis war aber der Transport eines selbstkühlenden Bierfasses (Gewicht: ca. 23 kg) zum Auto, welches ich abend noch bei der Tombola gewonnen habe.
 
von Christoph Laznik
 
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