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![]() Staffelübergabe |
Zunächst ist erst mal wieder etwas warten angesagt. Es werden mal wieder ein paar Details für die folgenden Etappen ausgetauscht, es wird ein wenig von den Voretappen erzählt. Ich mache mich fertig: etwas umziehen, verkabeln, beleuchten, und ein wenig einlaufen. Hier gibt es noch Laternen, die den Parkplatz ausleuchten, später wird es dunkler werden. Der Mond geht erst viel später auf und wäre kurz vor Neumond sowieso keine große Hilfe. Um so beruhigender ist die Fahrradbegleitung. Nachdem die große Gruppe der Voretappe hier ankommt, mir der Staffelstab von Claudia mit einem Kuss übergeben wird, geht es nach nur kurzer Fotopause um 2:20 sofort los. |
| Es sind immer noch die 30 Minuten Rückstand. 10-12 Minuten will ich davon aufholen. Also ein 5er Pace statt den vorgesehenen 6 min/km. Kurz nach dem Start wird es schon richtig dunkel. Auf teilweise engen Schotterwegen geht es erst am See entlang, bevor wir dann für den Rest der Etappe auf Asphalt wechseln. Am nördlichen Ende des Sees, an der Stadtmühle, ist noch Party. Musik, ein paar Leute auf dem Bürgersteig, die ein wenig verblüfft schauen. Viel mehr werden wir auf den folgenden 10 km nicht mehr an Leuten und Autos sehen. Als nächstes geht es auf einer unbeleuchteten Straße ohne Radweg und Bürgersteig durch einen Wald. Wir sind gut beleuchtet und würden heftig zurück strahlen, aber es kommt auch nichts. Das Tempo ist etwas schneller als der 5er-Schnitt, und so langsam geht es mit der Unterhaltung nicht mehr so leicht. Ich nehme etwas Tempo raus. Es mag noch so 20 Grad sein, etwas schwül, und gelegentlich wird es auch neblig. Ich habe dann den Eindruck, dass meine Brille beschlägt, versuche sie frei zu wischen, und ... ich habe ja gar keine auf. Das ist nur der Nebel vor meinen Augen, der von der Stirnlampe angeleuchtet wird. Das sind zum Glück nur ein paar kurze Bereiche. Ich kam schon kräftig ins Schwitzen und war froh, 'ne Wasserflasche mitgenommen zu haben, auch wenn die nicht ganz dicht war, und mir zunächst den Rücken nässte. Ansonsten geht es ziemlich geradeaus, auf leeren Wirtschaftswegen, durch Felder und Waldgebiete. Meist ist es sehr ruhig, nur gelegentlich rauscht auf der nahegelegenen Bahnstrecke ein Güterzug vorbei. Ich hatte befürchtet, dass sich die Insekten auf uns stürzen würden (wie es vor 3 Wochen beim Probelauf war), aber die ließen uns in Ruhe. Einmal haben wir wohl eine Eule aufgeschreckt, die dann plötzlich über uns flog. In einem Waldstück kamen uns aus der Ferne recht laute Lichter entgegen (die feuchtfröhliche Variante), aber das waren nur 3 Leute auf Rädern. Es hatte sich eher nach 10 Leuten angehört. Noch einmal über eine Hauptstraße (auch vollkommen leer), und die letzten beiden Kilometer auf Dülmen zu. Dann nur am Schlossgarten an der Schlossmauer entlang und die Straße hoch. Am Ende, wo die Übergabe sein sollte, war jedoch niemand zu sehen. Am letzten Haus um die Ecke geschaut, wartete dann doch schon eine kleine Gruppe auf uns. Übergabe, wie vor zwei Jahren, wieder an Andreas Tenhagen, nur dieses Mal von mir an ihn, und kurz danach machte auch er sich mit andibart auf dem Rad auf seinen Weg. Ziel: noch einmal Zeit rausholen. Am Ende noch einmal herzlichen Dank an die Staffelmobilbesatzung, und ganz besonders an Andreas Cloos für die Radbegleitung und Unterhaltung, die die Stunde viel sicherer und unterhaltsamer gemacht haben. Auf dem Rückweg hatten wir noch Gisela, die von Henrichenburg nach Haltern gelaufen ist, nach Hause gebracht, und waren dann um kurz vor 5 Uhr zu Hause - es wurde schon langsam hell, und wir waren definitiv reif für das Bett. War mal wieder ein tolle Sache. Vielleicht können wir es noch einrichten, am letzten Tag in Wuppertal dabei zu sein. von Klaus Kluge |