Mein
erstes Mal: Laufen am Freitag den 13.
von Elke Meinert
|
Nein,
dies ist keine Geschichte über meinen ersten Halbmarathon oder
Marathon. Darüber könnte hier doch wohl jeder einiges
Schreiben. Erst jetzt, wo ich diese Geschichte "zu Papier"
bringe fällt mir auf, dass es ja ein Freitag der 13. war, an
dem sich folgendes ereignete:
|
Aufgrund
einer Thrombose musste ich fast ein Jahr mit dem Laufen pausieren.
Die ersten "Gehversuche" klappten im Frühjahr schon
wieder, leider mußte ich nach einigen Kilometern immer wieder
mal Gehpausen einlegen. Den ersten 10er lief ich dann Ende April.
Mit knapp 57 Minuten war ich zwar noch weit unter meiner Normalzeit,
aber nach einer solchen Pause ist man ja über jeden kleinen
Erfolg froh!
|
Das
Training lief immer besser und der Schmerz in der Wade ließ
nach.
Auch der überaus häßliche Stützstrumpf trug
dazu bei, dass ich mich langsam aber sicher mal wieder an längere
Läufe wagen wollte.
Der 15km-Lauf durch den Warmer Löhn in Fröndenberg Freitag
abends kam da gerade recht. Keiner konnte ja ahnen, dass es nach
den ganzen kühlen Tagen doch noch plötzlich warm werden
sollte und dies um 18 Uhr! Bereits vor dem Start war mir klar, dass
auch 10 km ausgereicht hätten, aber da gab's kein zurück
mehr.
Ob es wohl am Datum lag? - Eigentlich bin ich gar nicht abergläubisch!
Oder war es doch das Wetter? - Ich mag es eigentlich warm!
Nun will ich aber nicht mehr länger drum herum reden: Ich habe
durchgehalten, ich kam ins Ziel! Ich belegte einen hervorragenden
57. Platz in einer akzeptablen Zeit von 1:33:38 h, ich war sogar
zweite in meiner Altersklasse! |
|
Elke
|
Was
daran nun besonders sein soll? Na ja, irgendwann muss ich es ja
zugeben: ich war die Letzte, die die Ziellinie überquerte!
Dies wurde mir leider schon nach 5 Kilometern bewußt, denn
dort lag der erste Wendepunkt. Als mir keiner mehr entgegen kam
wußte ich es: der einzige, der mir folgen wird, ist der "Besenwagen".
In Fröndenberg war es ein Fahrrad. Nein, gedrängt wurde
ich nicht damit ich schneller Laufen würde, aufgemuntert trifft
die Sache schon eher.
Selbst die Spitzenläufer hatten mich schnell als "Schlussläuferin"
identifiziert und auch sie nickten mir wohlwollend zu. Oder war
es nur Mitleid? Natürlich wurde ich von den Streckenposten
angefeuert, denn die wollten ja auch irgendwann mal nach Hause -
wie gesagt: es war warm, ideales Grillwetter und das Wochenende
stand vor der Tür!
Als ich später mir die wohlverdiente Bratwurst abholte, erntete
ich auch am Bratwurststand aufmunternte Blicke und Lob für
das Durchhaltevermögen.
|
Ich
muss zugeben, dass es wirklich eine tolle Erfahrung war! Bei allen
anderen Läufen belegte ich meist einen guten Platz im Mittelfeld
und blieb mehr oder weniger unbeachtet. In Fröndenberg hatte
ich das Gefühl, dass mich alle kennen! Na ja, außerdem
hat das ganze den Vorteil, dass ich mich nun in den Ergebnislisten
wieder nach vorne kämpfen kann!
von
Elke Meinert
|
|
|