![]() |
Münster-Staffelmarathon,
10.09.2006 von Uwe Weiß |
|
Ein
Kenianer hat sich bereits etwas abgesetzt, seine Bestzeit liegt bei 2:15
Stunden. Brownie, unsere Startläuferin, die eigentlich Daniela heißt,
hat sich ziemlich weit hinten im Feld eingereiht und sichtlich Spaß.
Nachdem sie vorbei gelaufen ist, wechseln wir unseren Standort zum KM
11, wo wir wiederum einen Großteil des Feldes anfeuern können.
Nachdem Brownie durch ist, wird es für mich Zeit, zu meinem Staffel-Übergabepunkt
zu fahren. Also drücke ich Schlußläufer Schmelli meinen
Kleiderbeutel in die Hand und suche meinen Bus. Der Transfer klappt problemlos,
allerdings ist der Übergabepunkt in Gievenbeck nicht wirklich für
so etwas geeignet. Es ist eng, sehr eng, teilweise werden die Marathonis
durch die Wechsel der Staffelläufer und die Wartenden arg behindert.
Andererseits ist dies verständlich, da es kaum möglich ist,
in dem dichten Feld seinen "Vorläufer" auszumachen. Aber
da meine Staffel immer noch im hinteren Teil des Feldes liegt, lichten
sich die Reihen der Wartenden merklich und die Übergabes des "Staffelstabes"(Champion-Chip)
durch Mary Lou aka Marion klappt problemlos. |
Ich
laufe los, den ersten KM in 4:18. Zu schnell, wieder einmal, vor allem
angesichts meines Trainingszustands. Aber es macht Spaß, die Stimmung
ist durch die vielen Zuschauer hervorragend, und ich bin nur am Überholen.
Die Marathonis, zwischen denen ich laufe, laufen KM-Schnitte über
5:30 Minuten, auch die hier laufenden Staffeln sind langsamer. Unterwegs
treffe ich wieder einige Bekannte Gesichter, ein kurzer Gruß und
weiter geht's. Aber das warme Wetter und mein fehlendes Training fordern
ihren Tribut, ich nehme Tempo heraus. Auch ein 5-Minuten-Schnitt reicht
noch zum Überholen und zwingt mich z.T. zum Slalom laufen. |
![]() Ein Bierchen in Ehren... |
![]() ...natürlich alkoholfrei. |
Etwa
einen Kilometer vor meinem Übergabepunkt treffe ich Kordula von den
Ruhrpotts bei ihrer Marathonpremiere, genau in dem Moment, in dem sie
ihre erste Gehpause einlegt (behauptet sie jedenfalls... *g*) |
Ich
begleite sie bis zum Wechselpunkt, werde dadurch noch etwas langsamer.
Aber egal. Heute steht der Spaß im Vordergrund und vielleicht hilft
die kurze Begleitung ja. Jedenfalls läuft Kordula wieder. Ich übergebe
den Chip an Schmelli, bin froh, heute nur 9,8 KM gelaufen zu sein. Dann
geht es mit dem Bus zurück zum Ziel, Schmellis Zieleinlauf sehe ich
leider nicht. Er hat noch einiges gutgemacht, am Ende sind wir nach 3:58:41
im Ziel, unser Ziel - sub 4 Stunden - haben wir erreicht. Daher schmeckt
das (alkoholfreie) Weißbier und die kohlenhydratreiche Bratwurst
noch ein bißchen besser. |
Fazit: Es hat Spaß gemacht mal wieder etwas Marathonluft zu schnuppern, gegen eine Neuauflage in 2007 hätte ich nichts einzuwenden. Uwe Weiß von den Ruhrpotts |